Betriebliches Wiedereingliederungsmanagement

Mitarbeiter schiebt einen Rollcontainer mit rohem Fleisch

Bild: © HVBG/Danetzki (1998)

Kooperationspartner:

  • IKK Südwest-Direkt
  • Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe
Projekttitel
Betriebliches Wiedereingliederungsmanagement

Projektdauer
2005 -

Betrieb / Bildungsstätte

Ausgangslage/Motivation
Der Gesetzgeber hat in § 84 Abs. 2 SGB IX ein betriebliches Eingliederungsmanagement für alle Unternehmen gefordert. Das Eingliederungsmanagement soll dazu dienen, Beschäftigte, die länger als 6 Wochen im Jahr arbeitsunfähig erkrankt sind, schnellstmöglich wieder in das Berufsleben zu integrieren.

Die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN) schafft gemeinsam mit der IKK Südwest-Direkt und der Fleischerinnung des Saarlandes eine Organisationsstruktur, die jedem Mitgliedsbetrieb der Fleischerinnung im Fall einer derartigen Erkrankungsphase einer/s Beschäftigten auf Abruf zur Verfügung steht und damit die zielgerichtete Wiedereingliederung in Absprache mit der/dem Beschäftigten und dem Unternehmer in die Wege leitet.

Präventionsaktivitäten
Die Arbeitsplätze werden gemäß der Erfordernisse der erkrankten Person umgestaltet unter Berücksichtigung der Veränderung der Arbeitsplätze ähnlich belasteter Personen. Ergänzend sollen zur schnelleren Wiedereingliederung personenbezogene Maßnahmen zur Gesundheitsförderung durch Gesundheitsberater der IKK eingeleitet werden.

Ergebnisse und Nutzen
Da die einzelnen Kleinunternehmer mit der Errichtung eines eigenen Eingliederungsmanagementsystems überfordert wären und somit die Umsetzung in die Praxis gefährdet würde und die Beschäftigten in Kleinunternehmen damit eventuell schlechter gestellt wären als ihre Berufskollegen in Großbetrieben, bietet das genannte Verfahren die Möglichkeit schnell und unbürokratisch zu verfahren. Der Unternehmer kann auf eine vorhandene Struktur zurückgreifen und die Rehabilitationsträger sind direkt in das Verfahren eingebunden. Zuständigkeitsfragen werden zwischen BG und IKK direkt geklärt, so dass weder der Unternehmer noch Betroffene damit konfrontiert werden.

Ansprechpartner / weitere Informationen
Dipl.-Ing. Werner Dörr
E-Mail:


Ansprechpartner:

Dipl.-Ing. Werner Dörr

Tel.: +49 152 56770304

Stefan Höppner