Charakterisierung der Schallfelder und der Schallleistung von omnidirektionalen Messlautsprechern

Autorin: Isabelle Rieger

Hochschule: Universität Köln, Bachelorarbeit 2017

Kurzfassung: Eine schlechte Raumakustik in Arbeitsräumen führt zu einem hohen Lärmpegel, der sich auf die Arbeit und langfristig auch auf die Gesundheit negativ auswirken kann, insbesondere natürlich bei täglichen mehrstündigen Arbeitsschichten. Aus diesem Grund ist es wichtig, den Störfaktor Lärm auf das Mindeste zu reduzieren und die Raumakustik in Arbeitsräumen zu optimieren.

Messlautsprecher einer bestimmten Bauform und mit einer möglichst omnidirektionalen Schallabstrahlung können als Schallquellen für Raumakustikmessungen dienen. In dieser Arbeit werden zwei solche Messlautsprecher unterschiedlicher Bauform untersucht, die in der Praxis für Raumakustikmessungen in Arbeitsräumen wie Betrieben mit Maschinen, Großraumbüros, Schulen oder Vorlesungssälen eingesetzt werden. Arbeitshypothese ist, dass solche Messlautsprecher ideale Punktschallquellen sind, die den Schall vollständig ungerichtet und omnidirektional abstrahlen, also gleichmäßig in alle Richtungen. Um diese Annahme zu prüfen, wurde das räumliche Abstrahlverhalten der Lautsprecher vermessen und analysiert. Außerdem wurden Messungen nach dem Hüllflächenverfahren durchgeführt, um die Schallleistung zu bestimmen - bei beiden Messlautsprechern unter verschiedenen Bedingungen.

Die detaillierte Analyse der Richtcharakteristik der Messlautsprecher im Nah- und Fernfeld erlaubte, individuelle Grenzen für die Lautsprecher zu definieren, ab denen sie für Praxismessungen als Punktschallquelle behandelt werden können. Im Zuge der Messungen wurde auch das normierte Messverfahren zur Bestimmung der Richtcharakteristik kritisch hinterfragt und Schwachstellen wurden aufgezeigt.

Ansprechpartner:

Dr. rer. nat. Andrea Wolff

Fachbereich 4: Arbeitsgestaltung, Physikalische Einwirkungen

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