Arbeitswelten. Menschenwelten.

Prioritäten für den Arbeitsschutz von morgen

Collage mit der Überschrift

Das Risikoobservatorium der gesetzlichen Unfallversicherung hat zum Ziel zu untersuchen, wie sich technologische und soziale Entwicklungen auf Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit auswirken.
Bild: saatwerk

Alle reden von Arbeiten 4.0, wenige von den Folgen für Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten. Welche Risiken sind mit aktuellen und anstehenden Veränderungen der Arbeitswelt verbunden? Wie kann der Arbeitsschutz ihnen begegnen? Und wo besteht besonderer Handlungsbedarf? Diese Fragen beantwortet das IFA alle fünf Jahre in einer groß angelegten Untersuchung des so genannten DGUV Risikoobservatoriums neu.

Damit Arbeit - auch und gerade im Wandel - weiterhin menschengerecht gestaltet werden kann, müssen wir wissen, was uns erwartet. Dabei spielt die Früherkennung von Trends in der Arbeitswelt eine wichtige Rolle. Das DGUV Risikoobservatorium im IFA ist ein solches Früherkennungssystem: Es fragt nach zentralen Entwicklungen in der Arbeitswelt und nach neuen Risiken am Arbeitsplatz, in Kindertagesstätten, Schulen und Hochschulen. Ziel ist eine im Vorgriff wirksame, proaktive Prävention.

Branchenspezifische Antworten

Alle fünf Jahre sind Praxiserfahrung und Branchen-Knowhow von Aufsichtspersonen und anderen Präventionsfachleuten der gesetzlichen Unfallversicherung gefragt. In einer groß angelegten Online-Umfrage helfen sie mit, Antworten auf zwei große Fragen zu geben:

  • Welche Trends haben auf die Sicherheit und Gesundheit der Versicherten besonders großen Einfluss?
  • Welche konkreten Gefährdungen – Erkrankungen, Unfälle, Beanspruchungen – ergeben sich daraus?

Das Besondere: Die Ergebnisse werden branchenspezifisch ermittelt und durch Literaturrecherchen vertieft. So erhält jeder Unfallversicherungsträger (UVT) individuelle Informationen zu den Top-Trends seiner wichtigsten Branchen – wertvolle Hinweise für die Präventionsschwerpunkte der kommenden Jahre. Die methodischen Details des Risikoobservatoriums sind in diesem Überblick (PDF, 294 kB) beschrieben

Gleichzeitig identifiziert das Risikoobservatorium gemeinsame Top-Themen und macht damit Ansatzpunkte für Vernetzung, Austausch und Zusammenarbeit sichtbar. Prioritäten – vor allem bei kostspieligen Präventionsmaßnahmen wie Forschungsprojekten – sind so einfacher zu setzen, Erfahrungswissen lässt sich leichter teilen. Das spart Ressourcen und vermeidet Doppelarbeit.

Ergebnisse

Die zweite Befragungsrunde wurde Anfang 2021 abgeschlossen. Die Ergebnisse liegen jetzt als Übersichtsbericht vor.


Veröffentlichungen zum Thema:

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Dipl.-Übers. Ina Neitzner

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