Rechtsgrundlagen zur Fachkunde und Bestellung als Fachkraft für Arbeitssicherheit

Der Unternehmer bzw. die Unternehmerin ist verpflichtet, Fachkräfte für Arbeitssicherheit für das Unternehmen zu bestellen.
Die rechtlichen Grundlagen zur Fachkunde und Bestellung sowie den Aufgabenkatalog von Sifas regeln das ASiG und die DGUV Vorschrift 2.

Der Unternehmer bzw. die Unternehmerin muss sich davon überzeugen, dass die als Fachkraft für Arbeitssicherheit zu bestellende Person über die zur Erfüllung der Aufgaben erforderliche sicherheitstechnische Fachkunde verfügt. Die sicherheitstechnische Fachkunde kann als nachgewiesen ansehen werden, wenn die zu bestellende Person den Anforderungen nach § 7 ASiG und § 4 DGUV Vorschrift 2 genügt. Die Person muss:

  • berechtigt sein, die Berufsbezeichnung Ingenieur/Ingenieurin zu führen bzw. einen Bachelor oder Masterabschluss der Studienrichtung Ingenieurwissenschaften erworben haben oder eine Prüfung als staatlich anerkannter Techniker/Technikerin bzw. Meister/Meisterin erfolgreich absolviert haben,
  • danach eine praktische Tätigkeit in diesem Beruf mindestens zwei Jahre lang ausgeübt und
  • einen staatlichen oder von Unfallversicherungsträgern veranstalteten Ausbildungslehrgang oder einen staatlich oder von Unfallversicherungsträgern anerkannten Ausbildungslehrgang eines anderen Ausbildungsträgers mit Erfolg abgeschlossen haben.

Nur die Teilnahme an einem anerkannten Ausbildungslehrgang ohne die Erfüllung der beruflichen Basisqualifikation und einer zweijährigen Berufserfahrung reichen für die Bestellung als Fachkraft für Arbeitssicherheit im Unternehmen nicht aus.

FAZIT:
Die sicherheitstechnische Fachkunde umfasst mehr als den erfolgreichen Abschluss des Ausbildungslehrgangs. Das zu prüfen ist eine unternehmensinterne Aufgabe.

 

Kontakt

Fachliche Ansprechpartnerin
Dr. Carola Kästner
Tel.: +49 30 13001-2330

Organisation
Sonja Oesen
Tel.: +49 30 13001-2342