Zertifizierung zum Reha-Manager

„Zertifikatsstudiengang (FH) Rehabilitations-Management in der gesetzlichen Unfallversicherung“ steht auf den Urkunden, mit denen 25 Studierende an der DGUV-Akademie in Bad Hersfeld im Februar ausgezeichnet wurden. Das Besondere daran: Die Studierenden stammen überwiegend aus Berufsgenossen und Unfallkassen und haben erstmals seit der Fusion zur Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) gemeinsam ein qualifizierendes Studium absolviert. Mit dabei war auch Caroline Lüder von der DGUV in Hennef.

Das war eine Weiterbildung, die auf mein Studium aufbaut und eine gezielte Blickrichtung auf die Unfallversicherung einschließt“,
sagt Caroline Lüder. Die studierte Sportwissenschaftlerin mit dem Schwerpunkt Rehabilitation und Behindertensport ist als Referentin in der DGUV Akademie Hennef tätig.

Seit 2003 entwickelt und konzipiert sie Seminare im Bereich „Rehabilitation und Teilhabe, Medizin, Pflege“, die sich an die Zielgruppe der Reha-Manager, Berufshelfer und Sachbearbeiter richten. Eine Herausforderung sieht sie in der Durchführung von Seminaren und Veranstaltungen für Menschen mit Behinderungen und für pflegende Angehörige.

Jetzt verbrachte sie selbst ein Jahr als Teilnehmerin im Seminarraum. Einmal pro Monat studierte sie freitags und samstags
an der DGUV-Akademie in Bad Hersfeld, der Hochschule der Gesetzlichen Unfallversicherung, gemeinsam mit Mitarbeiterin aus Unfallkassen und Berufsgenossenschaften aus dem gesamten Bundesgebiet, die die Arbeitsabläufe bereits aus der Praxis
kennen: „Das war eine sehr angenehme Gruppe. Wir haben auch viel diskutiert, waren kritisch und zugleich respektvoll.“

Zwölf Module Insgesamt zwölf Module umfasst der Qualifikations-Studiengang, vom Recht der Rehablitiation und dem Verständnis von Reha-Management in der gesetzlichen Unfallversicherung über erfolgreiches Case Management und Kommunikation bis hin zur systemischen Beratung. „Es geht darum, den Menschen nicht nur als einzelne Person zu sehen, sondern in seinem sozialen System zu betrachten.

Nur dann lässt sich die Wiedereingliederung in Arbeit, Beruf und Gesellschaft auch effektiv umsetzen“, sagt Caroline Lüder. Interdiszipäre Ausrichtung Psychologie, Pädagogik, Recht und Praxis – es ist vor allem die interdisziplinäre Ausrichtung des Studiengangs, die Caroline Lüder an dem Studiengang schätzt. Einziger Verbesserungsvorschlag: „Eine Praxisphase wäre sinnvoll, in der man für einen gewissen Zeitraum einen Reha-Manager begleitet, sich einbringt und einen Erfahrungsbericht schreibt.“

Zum Beispiel mit Blick auf die systemische Beratung, die die Studierenden in Theorie und Rollenspielen kennengelernt haben. Brücke zwischen Theorie und Praxis Caroline Lüder hat die Brücke zwischen Theorie und Praxis bereits geschlagen. „Seminarkonzept zur Anleitung und Unterstützung pflegender Angehöriger“ lautete das Thema ihrer Abschlussprüfung. „Das Seminar haben wir bereits zehnmal durchgeführt, in Hennef, Dresden und Bad Hersfeld. Es erfreut sich immer eines großen Zulaufs.“

Aus: DGUV intern, Juni 2009,Text: Bettina Bräuniger