German Paralympic Media Award

Kategorie Online / Social Media

Die Nominierten:

Preisträger in der Kategorie Online / Social Media

Lukas Eberle, Spiegel Online, „Ich will einen richtig geilen Wettkampf“

  • „Über das Ziel hinausschießen ist ebenso schlimm wie nicht ans Ziel kommen.“ Diese wahren Worte des chinesischen Philosophen Konfuzius treffen wohl selten so ins Schwarze wie bei Markus Rehm.
  • Der junge Leichtathlet verlor im Alter von 14 Jahren durch einen tragischen Unfall seinen rechten Unterschenkel. Im Anschluss daran hat er aus paralympischer Sicht alles richtig gemacht: Schon wenige Monate nach dem Vorfall ist Sport der erneute Lichtblick in seinem Leben.
  • Nun gibt es viele Berichte über Rehms Schicksal, aber Lukas Eberle gelingt es, seiner Situation besonders erhellende Aspekte abzugewinnen. Er setzt nach unserer Ansicht die richtigen Augenmerke, wenn er unter anderem schreibt: „Wenn im Leistungssport Inklusion und Fairplay aufeinandertreffen, wird es kompliziert.“
  • Und gerade der Fall Rehm scheint außerordentlich kompliziert: Die Bescheinigung „Er ist ein Ausnahmeathlet, der vermutlich auch mit zwei gesunden Beinen in der Spitzengruppe mitspringen würde“ ist zwar gut gemeint, hilf aber in diesem Fall nicht weiter. Lukas Eberle lässt uns eindringlich erfahren, wie sehr Rehm die Konkurrenz der zweibeinigen Springer benötigt um die freudigen Herausforderungen seiner Sportart zu spüren.
  • Mit seinem unerschütterlichen Trainings- und Leistungswillen scheint Markus Rehm in den Köpfen vieler Betrachter förmlich über das Ziel hinauszuspringen. Dadurch inspiriert hat aber nun Lukas Eberle bravourös eine Punktlandung hingelegt: Er hat die Themen sportlicher Ehrgeiz und Inklusion sowie die damit verbundenen praktischen Fragen in die Wahrnehmung einer großen breiten Öffentlichkeit gerückt.

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