Trockeneis

1. Welche Gefährdungen treten beim Umgang mit Trockeneis auf und wie schützt man sich davor?

Bei Trockeneis handelt es sich um festes Kohlendioxid (CO2). In verschiedenen gastgewerblichen Betrieben wird Trockeneis in isolierenden Trockeneisbehältern vorgehalten (entweder in Form von Pellets, Nuggets, als Scheiben oder als Blöcke) und hauptsächlich zur schnellen Kühlung von Produkten benutzt. Im Gegensatz zu "Wasser-Eis" schmilzt Trockeneis nicht, sondern geht direkt in den gasförmigen Aggregatszustand über (d. h. es "sublimiert"). Im Wesentlichen bestehen bei der Verwendung von Trockeneis drei Gefährdungen:

  • Bei Haut- oder Augenkontakt mit festem Trockeneis kommt es zu Kälteschäden ("Kälte-Verbrennungen"). Beim Umgang mit Trockeneis sind daher geeignete Schutzhandschuhen zu tragen (bei nur kurzzeitigem Kontakt reichen Schutzhandschuhe aus Leder gemäß DIN EN 388, bei längerem Kontakt Kälteschutzhandschuhe gemäß DIN EN 511). Falls die Trockeneis-Stücke noch zerkleinert werden müssen, ist zusätzlich eine Schutzbrille zu tragen. Beim Zertrümmern von Blöcken mit dem Hammer kann ein Tuch um das Trockeneis den Splitterflug deutlich verringern.
  • Das Einatmen von Kohlendioxid-Gas kann zur Bewusstlosigkeit bzw. zum Ersticken führen. Es ist daher für eine gute Belüftung am Aufstellungsort des Vorratsbehälters sorgen. Um das Hineinbeugen in den Behälter zu vermeiden, werden zweckmäßig Hilfsmittel wie z. B. Greifzangen benutzt. Besonders beim Transport von Trockeneis in geschlossenen Fahrzeugen wie Pkw sind besondere Vorsichtsmaßnahmen zu beachten (siehe spezielle Frage).
  • Die Gasentwicklung (Sublimation) kann auch durch die beste Isolierung nicht vollständig gestoppt werden. Die verwendeten Behälter und Transportboxen dürfen daher nicht luftdicht verschlossen werden, weil sonst die Gefahr besteht, dass die Behälter auf Grund des entstehenden Überdrucks zerplatzen.

2. Was ist beim Transport von Trockeneis im Pkw zu beachten?

Aufgrund des relativ geringen Pkw-Innenraumvolumens besteht die Gefahr eines raschen Anstieges der Kohlendioxid-Konzentration. Schon bei CO2-Konzentrationen oberhalb von drei bis vier Vol.-% ist mit einer Minderung der Fahrtauglichkeit zu rechnen. Daher darf Trockeneis unter keinen Umständen ohne ausreichende Verpackung befördert werden. Für den Transport sind stets Isolierbehälter mit passendem, nicht luftdicht schließenden Deckel zu verwenden. Zusätzlich ist das Frischluftgebläse zu aktivieren (Lüftung nicht in Umluftstellung) bzw. es ist durch einen offenen Fensterspalt für ausreichende Durchlüftung des Innenraums sorgen.