• Bildcollage: Schweißarbeiten mit bzw. ohne Absaugung

Themenfeld Schadstoffe in der Schweißtechnik

Die beim Schweißen und bei verwandten Verfahren entstehenden gas- und partikelförmigen Stoffe (Schweißrauche), können in unzuträglicher Konzentration zu einer Gesundheitsgefährdung der Beschäftigten führen. In der schweißtechnischen Praxis werden sie als Schadstoffe bezeichnet. Sie zählen zu den Gefahrstoffen im Sinne der Gefahrstoffverordnung (GefStoffV).

Die ständige Weiterentwicklung und Verfeinerung der schweißtechnischen Verfahren, sowie die Verwendung neuer Werkstoffe machen es erforderlich, die Schutzmaßnahmen für die Beschäftigten anzupassen und Verbesserungen der Arbeitsplatzbedingungen zu ermöglichen.

Um diese Ziele zu erreichen erfolgt seit über zwanzig Jahren eine enge Zusammenarbeit des FBHM-Themenfeldes "Schadstoffe in der Schweißtechnik" mit dem "Deutscher Verband für Schweißen und verwandte Verfahren (DVS)", der eine Reihe wichtiger Schadstoff-Forschungsarbeiten initiierte und förderte. Auch die laufende Mitarbeit des Themenfeldes "Schadstoffe in der Schweißtechnik" im "International Institut of Welding (IIW)" und dessen Kommission "Health, Safety and Environment" - mit dem regelmäßigen Erfahrungsaustausch zwischen Fachleuten aus Arbeitsmedizin, Schweißtechnik und Sicherheitstechnik gerade auf dem Gebiet der schweißtechnisch bedingten Schadstoffe - hat sich als sehr fruchtbar erwiesen.

In diesem Zusammenhang wurden und werden weiter Forschungsvorhaben initiiert und begleitet. Die ausgewerteten Ergebnisse wurden und werden weiter publiziert und in den Präventionsmaßnahmen integriert. Den aktuellen Stand der Technik wird Rechnung getragen. Auf europäische und internationale Ebene wird die Normung zum Thema Schadstoffe beim Schweißen und verwandte Verfahren begleitet und der schweißtechnischen Praxis angepasst.

Die bisherigen Ergebnisse der von uns begleiteten Forschungsvorhaben, Untersuchungen und Normungsarbeiten geben Informationen:

  • zur Schadstoffentstehung und -vorkommen,
  • zu den Einflussfaktoren
  • zur arbeitsmedizinisch-toxikologischen Bewertung der stoffspezifischen Wirkung
  • zur verfahrens-/werkstoff-spezifischen Gesamtwirkung der Schweißrauche
  • zu Messstrategien zur Ermittlung der Leit- und Hauptkomponenten sowie
  • Strategien zur Gefährdungsbeurteilung.

Schutzmaßnahmen zur Einhaltung der Arbeitsplatzgrenzwerte (AGW) sowie zur Minimierung der Gefährdung durch Schadstoffe (insbesondere lüftungstechnische Maßnahmen) werden in der Beratungstätigkeit, bei der Beantwortung von Fragen des Arbeits- und Gesundheitsschutz und auch hier genannt.

Fachbeiträge

Die hier vorgestellten Ergebnisse, aus verschiedenen Forschungsvorhaben und aus zahlreichen Literaturrecherchen, sind auch heute bezüglich ihrer Aussagekraft aktuell.

Die Tatsache, dass in den letzten Jahren einige Grenzwerte weiter reduziert wurden (z.B. der Allgemeine Staubgrenzwert, die alveolengängige Fraktion des Staubes (A-Fr.), die stufenweise von 6 mg/m³, auf 3 mg/m³ und jetzt auf 1,25 mg/m³ heruntergesetzt wurde) verstärkt die Aktualität der hier dargestellten Inhalte (Stand August 2014).

Tagungsband

Veröffentlichungen

Fragebogen

Wissenschaftliche Poster für Fachveranstaltungen

Weitere Gefährdungen beim Schweißen finden Sie der Themenfeldseite Schweißen