Themenfeld Strangpressen

Das Strangpressen ist ein spanloses Umformverfahren zum Herstellen von Stäben, Drähten, Rohren und unregelmäßig geformte prismatische Profile. Zum Strangpressen eignen sich prinzipiell alle Metalle. In der Praxis werden Aluminium und Aluminiumlegierungen, Kupfer und Kupferlegierungen, sowie in geringerem Umfang auch Stahl, Magnesium-, Titanlegierungen verwendet.

Beim direkten Strangpressen wird der aufgewärmte (ca. 450 – 500°C) Block in den Rezipienten eingelegt und mit Hilfe eines hydraulisch betriebenen Stempel durch die formgebende Matrize gepresst. Der austretende Strang wird abgekühlt um die Festigkeit zu erhöhen und eine nachträgliche Verformung des Stranges zu verhindern.

Beim indirekten Strangpressen wird der Pressstempel mit der Matrize gegen den Pressbolzen in den Rezipienten gepresst. Da der Bolzen im Rezipienten nicht bewegt wird, werden die Reibungskräfte erheblich verringert.

Beim hydrostatischen Strangpressen wird die Presskraft vom Stempel nicht unmittelbar, sondern über ein Wirkmedium (z.B. Wasser oder Öl) auf den Block aufgebracht.

Vorteile des Strangpressens sind insbesondere die Möglichkeit, Profile in komplizierten Formen, aus schwer umformbaren Werkstoffen und in großen Längen herzustellen.

Das Themenfeld Strangpressen beschäftigt sich mit den Gefährdungen beim Betreiben von Strangpressen. Es unterstützt Betreiber, Hersteller und andere Berufsgenossenschaften durch fachliche Beratung. Weiterhin arbeiten die Mitarbeiter aktiv in den nationalen und internationalen Normungsgremien mit.

Ansprechperson

Thomas Schulz
Berufsgenossenschaft Holz und Metall
Kreuzstraße 45
40210 Düsseldorf
Tel.: 0211 8224-13917