Der Fachausschuss"Persönliche Schutzausrüstungen" (FA "PSA") informiert:

Aus der Arbeit des Fachausschuss Persönliche Schutzausrüstungen
Messe A+A 2009: ein Resumé zur Produktsicherheit

10.12.2009

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 © Rene Tillmann / Messe Düsseldorf

Der Fachausschuss PSA hat erneut auf der A+A 2009 zusammen mit der Bezirksregierung Düsseldorf und in Abstimmung mit der Messeleitung Messekommissionen gebildet. Teams aus je einem Vertreter der Bezirksregierung und des Fachausschusses besuchten insgesamt 223 Aussteller. Von Kopf- bis Fußschutz, von Schutzausrüstungen gegen Absturz bis hin zu Schutznetzen wurden 1548 Schutzausrüstungen begutachtet und die Hersteller unter rechtlichen als auch fachlichen Aspekten überwacht und beraten. 41 Produkte sind darüber hinaus im Rahmen von der "Marktüberwachung Schutzausrüstung - MarS", einer technischen Teilprüfung unterzogen worden.

Beanstandungen bei 112 Ausstellern

Die meisten Aussteller erfüllten die Anforderungen der europäischen PSA-Richtlinie an persönliche Schutzausrüstungen. Damit wird der positive Trend gegenüber früheren Kontrollen auf der Messe fortgesetzt. Bei 112 Ausstellern wurden Produkte beanstandet. Bei 36 Ausstellern waren die Mängel so gravierend, dass die ausgestellten Produkte als "nicht verkehrsfähig innerhalb der EG" bewertet wurden. Die Messekommissionen "verordneten" hier Hinweisschilder, die für die Standbesucher diesen Sachverhalt deutlich erkennbar machten. Die beanstandeten Produkte werden von der Behörde in einer Datenbank erfasst. Erscheint ein solches Produkt auf dem Markt, wird die Marktaufsicht umgehend einschreiten. Zudem wurde die Messeleitung informiert, die den Ausstellern in einem Schreiben deutlich machte, dass ein Verstoß gegen die Messebedingungen vorliegt.

Die meisten Beanstandungen gab es bei Schutzhandschuhen, die teilweise vielleicht einen Schutz beim Geschirrspülen oder bei einfacher Gartenarbeit, aber sicher nicht bei Tätigkeiten mit Chemikalien oder an gefährlichen Arbeitsplätzen geboten hätten und daher höchstens als Kategorie I Produkte angepriesen werden durften.

Wie schon in den vergangenen Jahren, wurden für Produkte aus Fernost die meisten Beanstandungen ausgesprochen. Im Vergleich zur A+A 2007 wurde allerdings beobachtet, dass die Vertreter chinesischer Hersteller in diesem Jahr besser informiert und vorbereitet waren.

Prototypen müssen gekennzeichnet sein

Einige Hersteller nutzten die Möglichkeit Prototypen zu präsentieren. Solche Produkte haben noch nicht alle Prüfungen erfolgreich durchlaufen. Sie müssen daher gut sichtbar und deutlich als Prototypen bezeichnet werden oder es muss auf die verfrühte Präsentation verzichtet werden. Nicht alle Aussteller wollten diese Verfahrensweise akzeptieren und haben erst nach Aufforderung das Produkt entsprechend gekennzeichnet oder vom Stand entfernt.

Positive Reaktionen bei den Ausstellern

Überwiegend begrüßten und unterstützten die Aussteller die Tätigkeit der Messekommissionen. Die einen, weil ihre Produkte nicht zu bestanden waren und die anderen, weil sie eine umfassende Beratung zur korrekten Kennzeichnung und Zertifizierung von Produkten erhielten. Damit sind sie für die kommenden Jahren besser informiert und können sich an die Regeln halten.

Fachausschuss PSA – Erfolgreiche Produktbeeinfluss durch Messekommissionen

Die Mitarbeiter in den Messekommissionen werden diese Arbeit auch in Zukunft weiter in dieser Weise durchführen. Nur auf Messen gibt es die Möglichkeit, mit so vielen Herstellern und Importeuren aus aller Welt direkt Kontakt aufzunehmen und so an dieser zentralen Stelle des Inverkehrbringens auf die Einhaltung der europäischen Sicherheitsstandards hinzuwirken. Für den Fachausschuss Persönliche Schutzausrüstungen der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung eine lohnende Aktivität zugunsten der Mitgliedsbetriebe Berufsgenossenschaften und Unfallkassen.

(Dr. Claudia Waldinger, als komm. Referentin für den Fachausschuss "Persönliche Schutzausrüstungen" )

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