Neue Telefonnummern für die DGUV - weitere Infos hier

Arbeitsschutz mehr denn je ein Markenzeichen erfolgreicher Unternehmenspolitik

04.09.2013

Image

Arbeitsschutz und betriebliches Gesundheitsmanagment - was Mitarbeiter gesund hält nützt dem Erfolg des Unternehmens. (Foto: Robert Kneschke - Fotolia.com)

Investitionen in den Arbeitsschutz zahlen sich aus - so lautet das Fazit des Arbeitsschutzforums 2013, das vom 3. bis 4. September im Institut für Arbeit und Gesundheit der DGUV (IAG) in Dresden stattfand. Unternehmen und Beschäftigte profitieren von einer gesundheitsförderlichen Arbeitsgestaltung: Ausfallzeiten und Betriebsstörungen nehmen ab, das Ansehen des Unternehmens in der Öffentlichkeit steigt, die Betriebskultur wird besser und die Beschäftigten zufriedener. Deshalb müsse mehr dafür getan werden, den Stellenwert von Arbeitsschutz in den Unternehmen und in der gesellschaftlichen Debatte zu stärken, so die im Arbeitsschutzforum versammelten Experten.

"Ich freue mich, dass das 8. Arbeitsschutzforum in Dresden stattfindet, denn Sachsen war 1872 mit der Einführung einer flächendeckenden Fabrikinspektion Vorreiter im Arbeitsschutz. Investitionen in den Arbeitsschutz lohnen sich für Unternehmen und Arbeitnehmer gleichermaßen. Unfallvermeidung und Gesunderhaltung liegen im Interesse aller Beteiligten", betonte Hartmut Fiedler, Staatssekretär für Wirtschaft und Arbeit im Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr.

"Die Gesunderhaltung der Mitarbeiter ist ein Top-Thema der Prävention. Unsere repräsentative GDA-Betriebsbefragung zeigt: 95 Prozent der Betriebe, die angeben ihr Engagement im Arbeitsschutz verstärkt zu haben, tun dies, weil es der Gesundheit ihrer Mitarbeiter nützt", sagte Dr. Walter Eichendorf, amtierender Vorsitzender der Nationalen Arbeitsschutzkonferenz (NAK) und stv. Hauptgeschäftsführer der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV). "Mit Blick auf längere Lebensarbeitszeiten und Fachkräftemangel erkennen Betriebe, dass die Förderung von Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz eine wesentliche Voraussetzung für unternehmerischen Erfolg und Arbeitgeberattraktivität ist."

Dass Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz ein zentrales Anliegen für Unternehmen und Arbeitsschutzakteure sein muss, zeigt auch ein Blick in die Statistiken. Wie der Bericht zu Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit zeigt, waren im Jahre 2011 in Deutschland 99,7 Mio. Arbeitsunfähigkeitstage auf Erkrankungen und Beschwerden des Bewegungsapparates zurückzuführen. Die damit verbundenen Produktionsausfallkosten belaufen sich auf rund 10 Mrd. Euro. Im selben Jahr wurden bundesweit 59,2 Mio. Arbeitsunfähigkeitstage aufgrund psychischer Erkrankungen registriert; dies hat zu einem Ausfall an Bruttowertschöpfung von 10,3 Milliarden Euro geführt.

Vor diesem Hintergrund erörterten die im Arbeitsschutzforum versammelten Experten und Vertreter der wichtigsten Institutionen im Arbeits- und Gesundheitsschutz Wege und Erfolgsfaktoren für eine gemeinsame und zukunftsfähige Präventionsarbeit in der GDA.

Beiträge aus Wissenschaft, Europa, betrieblicher Praxis und von Kommunikationsexperten lenkten dabei besondere Aufmerksamkeit auf das Qualitätsverständnis von Arbeitsschutz.

Das Arbeitsschutzforum fand zum achten Mal statt. Es berät und unterstützt die Nationale Arbeitsschutzkonferenz bei der Findung und Umsetzung der Arbeitsschutzziele der GDA.

Hintergrund:

Die Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie (GDA) wurde 2008 in Zusammenarbeit von Bund, Ländern und Unfallversicherungsträgern ins Leben gerufen. Sie ist eine auf Dauer angelegte konzertierte Aktion zur Stärkung von Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz. Über eng am betrieblichen Bedarf orientierte Arbeitsschutzziele, transparente und praxisgerechte Vorschriften und Regeln sowie zeitgemäße Beratungs- und Überwachungskonzepte sollen Anreize für die Betriebe geschaffen werden, auf allen Ebenen des betrieblichen Gesundheitsschutzes eine nachhaltige und langfristig angelegte Präventionspolitik zu betreiben.

Aktuelle Schwerpunkte der GDA sind die Verbesserung der Organisation des betrieblichen Arbeitsschutzes, die Prävention von Muskel-Skelett-Erkrankungen und der Schutz und die Stärkung der Gesundheit bei arbeitsbedingten psychischen Belastungen.

www.gda-portal.de

Kontakt:

Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie
c/o Geschäftsstelle der Nationalen Arbeitsschutzkonferenz
Sabine Sommer
Tel.: 030 515 48 4212
E-Mail: nak-geschaeftsstelle@baua.bund.de

Pressekontakt

DGUV - Pressestelle
Glinkastraße 40
10117 Berlin

Tel.: +49 30 13001-1414

Pressesprecher:
Gregor Doepke
Stefan Boltz

Stv. Pressesprecherin:
Elke Biesel

Pressestelle

Informiert bleiben

Sie wollen regelmäßig Pressemitteilungen der DGUV erhalten? Dann können Sie sie hier abonnieren.