Technische Maßnahmen

  • Gestaltung der Lern-, Lehr- und Arbeitsplätze
    Abstand halten

    Unterrichtsräume und Lehrerzimmer

    Wo immer möglich sollte im Schulgebäude der Mindestabstand von 1,5 m zwischen Schülerinnen, Schülern, Lehrkräften und allen weiteren Personen eingehalten werden. Dies bedeutet, dass die Tische und Stühle in den Unterrichtsräumen und im Lehrerzimmer entsprechend weit auseinandergestellt werden sollen. Die maximale Gruppengröße richtet sich somit nach der Raumgröße. Überzähliges Mobiliar soll nicht im Flur abgestellt werden, da die Flucht- und Rettungswege von Brandlasten und Hindernissen freizuhalten sind. Zur Umsetzung der Handhygiene sollen leicht erreichbare Waschbecken in den Räumen mit Seifenspendern, Einmalhandtüchern (Textil oder Papier) und ggf. Auffangbehältern ausgestattet werden. Dies schließt das vorausschauende Auffüllen von Flüssigseife und Einmalhandtüchern ein. Die Händewaschregeln sollen ausgehängt werden.

    Hinsichtlich der Durchführung von Fach- und Sportunterricht sind die länderspezifischen Regelungen zu berücksichtigen.

    Verkehrswege

    Verkehrswege innerhalb der Räume, auf den Fluren und an den Ein- und Ausgängen sollen eindeutig gekennzeichnet sein, z. B. durch rutschfeste Bodenmarkierungen, damit auch hier der Mindestabstand von 1,5 m eingehalten wird.

    Sekretariat und Hausmeisterraum

    Für das Sekretariat und den Hausmeisterraum als Anlaufstationen für zahlreiche schulische Belange sollen je nach Situation vor Ort besondere Vorkehrungen getroffen werden, z. B. bei vorhandener Theke und auch zur Abtrennung bei mehreren Arbeitsplätzen Aufstellung einer transparenten Schutzwand, rutschfeste Bodenmarkierungen zur Kennzeichnung von Wartebereichen und Verkehrswegen, Aufstellen von Hinweisschildern "Bitte nur einzeln eintreten".


  • Sanitärräume, Mensa, Pausenbereiche

    Sanitärräume

    Die Sanitärräume sollen mit einer ausreichenden Anzahl an Seifenspendern, Einmalhandtüchern (Textil oder Papier) und ggf. Auffangbehältern ausgestattet werden. Dies schließt das vorausschauende Auffüllen von Flüssigseife und Einmalhandtüchern ein. Die an die Situation angepassten Reinigungsintervalle der Sanitärräume sollen im schulischen Hygieneplan festgelegt werden. Es wird empfohlen, Sanitärräume mindestens einmal (arbeits-)täglich zu reinigen.

    Die Anzahl der Schülerinnen und Schüler bei der Nutzung der Sanitärräume soll so festgelegt sein, dass der Mindestabstand von 1,5 m eingehalten werden kann. Auf das Abstandsgebot und die Regeln der Nutzung sollte durch Hinweisschilder und rutschfeste Bodenmarkierungen auch innerhalb der Räume hingewiesen werden. Hinweise zur richtigen Handhygiene sollen altersabhängig im Waschbereich aufgehängt werden.

    Mensa

    Der Mensabetrieb sollte in Abhängigkeit von der Nutzung zeitversetzt erfolgen, um Warteschlangen bei der Essensausgabe und Geschirrrückgabe zu vermeiden. Bei der Aufstellung von Tischen und Stühlen soll der Mindestabstand von 1,5 m eingehalten werden. Auf ausreichend breite Verkehrswege soll beim Begegnungsverkehr geachtet werden (ca. 2,50 m), so dass man sich unter Einhaltung des Mindestabstands begegnen kann.

    Verkehrswege und Abstandsregeln sollten durch Hinweisschilder, rutschfeste Bodenmarkierungen o. ä. kenntlich gemacht werden. Die Essens- und Besteckausgabe sollte durch vorkonfektionierte Speisen und Besteck auf Tabletts oder durch wunschgemäße Zusammenstellung der Speisen durch die Beschäftigten der Mensa erfolgen. Das Bedienpersonal an der Essensausgabe soll durch mechanische Barrieren geschützt sein. Vor Eintritt und Nutzung der Mensa soll die Möglichkeit zur Handhygiene gegeben werden.

    Pausenbereiche

    Die Pausenbereiche in Innenräumen sollen so gestaltet sein, dass der Mindestabstand von 1,5 m eingehalten werden kann. Zugewiesene Bereiche sollen eindeutig, z. B. durch rutschfeste Bodenmarkierungen oder Hinweisschilder gekennzeichnet werden und die Anzahl der Schülerinnen und Schüler soll abhängig von der Größe der Bereiche festgelegt werden. Die Aufsichtsregelung sollte an die besonderen Erfordernisse angepasst werden. Vor Eintritt und Nutzung der Pausenbereiche soll die Möglichkeit zur Handhygiene gegeben werden.


  • Lüftung
    Lüftung

    Zur Gewährleistung von gesundheitlich zuträglicher Atemluft und der Reduzierung von CO2 ist in Klassenräumen ein kontinuierlicher und effektiver Luftaustausch wichtig. Dies kann durch die freie Lüftung über Fenster oder den Einsatz raumlufttechnischer Anlagen (RLT) erfolgen.

    Freies Lüften (Fensterlüftung) ist die einfachste Methode. Die generelle Empfehlung – sofern keine Lüftungsintervalle bestimmt wurden – lautet: morgens Stoßzulüften und dann möglichst alle 20 Minuten für 5 Minuten im Frühjahr und Herbst und für 3 Minuten im Winter, mind. aber nach jeder Stunde intensiv und fachgerecht zu lüften.

    Das Intervall zum Lüften hängt von verschiedenen Faktoren ab (z.B. Raumgröße, Personenanzahl). Eine Hilfe zur Beurteilung der Luftqualität ist die Ermittlung der CO2- Konzentration im Raum. Entsprechend der Technischen Regel für Arbeitsstätten „Lüftung“ (ASR A3.6) ist eine CO2-Konzentration bis zu 1000 ppm akzeptabel. Mit Hilfe der CO2-App oder ähnlicher Rechenprogramme kann der Verlauf der CO2-Konzentration in Unterrichtsräumen in Abhängigkeit von der Personenzahl und der Raumgröße abgeschätzt und der Zeitpunkt für eine Lüftungspause ermittelt werden. Eine zusätzliche Messung der CO2-Konzentration zwecks Monitoring wird empfohlen. Hier gibt es sogenannte CO2-Ampeln oder entsprechende Messgeräte. Messungen und Untersuchungen haben gezeigt, dass bereits nach 20 Minuten Unterrichtszeit eine CO2-Konzentration von 1.000 ppm erreicht werden kann. Daher ist in Schulen ein Lüftungsplan gem. Ziffer 4.2 ASR A3.6 zu erstellen, in dem auch Verantwortlichkeiten festzulegen sind. Die Wirksamkeit der Maßnahmen zur Erreichung des Zielwerts von 1000 ppm CO2 ist zu überprüfen. Kann eine entsprechend wirksame Lüftung nicht mit Fensterlüftung realisiert werden, so ist zu prüfen, ob eine raumlufttechnische Anlage (RLT-Anlage) eingesetzt werden kann.

    Beim Einsatz von raumlufttechnischen Anlagen (RLT) ist die Einstellung für den Außenluftanteil so weit wie möglich zu erhöhen. Im Idealfall erreicht man mit der RLT-Anlage einen höheren und kontinuierlicheren Luftaustausch als mit Fensterlüftung. RLT-Anlagen sollten möglichst dauerhaft betrieben werden, d.h. während der Nutzung des Gebäudes bzw. des Raumes auf Nennleistung und ansonsten auf abgesenkter Leistung. Bei CO2-gesteuerten RLT-Anlagen kann ein Dauerbetrieb auf Nennleistung z. B. dadurch erreicht werden, dass an der Anlage ein Zielwert von 400 ppm eingestellt wird.


    Mobile Luftreiniger

    arbeiten im Umluftbetrieb. Daher sorgen sie nicht für den notwendigen Luftaustausch in Räumen, da sie keine Frischluft zuführen. Deshalb sind sie für die Lüftung von Klassenräumen nicht geeignet. Sie können lediglich als ergänzende Maßnahme eingesetzt werden, um die Partikellast in Räumen zu reduzieren, wenn nur eingeschränkte Lüftungsmöglichkeiten bestehen. Ein regelmäßiges Lüften muss in jedem Fall sichergestellt werden.

    Können Räume nicht gelüftet werden, sind diese Räume aus innenraumhygienischer Sicht nicht für den Unterricht geeignet und können auch nicht durch Einsatz von mobilen Luftreinigungsgeräten ertüchtigt werden.

  • Lernen und Arbeiten am häuslichen Lern- und Arbeitsplatz

    Für das Lernen und Arbeiten im häuslichen Umfeld von Lehrkräften, Verwaltungspersonal sowie Schülerinnen und Schülern, haben die DGUV und die Initiative Neue Qualität der Arbeit Empfehlungen für Arbeitgebende und Beschäftigte zur Nutzung des Homeoffice veröffentlicht:


  • Konferenzen und Dienstbesprechungen

    Konferenzen, Dienstbesprechungen und ähnliche Gremiensitzungen sollen möglichst unter Einhaltung des Mindestabstandes von 1,5 m durchgeführt werden. Alternativ kann der Austausch über Telefonkonferenzen, Videokonferenzen und / oder E-Mail erfolgen.