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Prof. Andreas Tiemann, Dr. Holger Baust Bergmannstrost Halle

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Prof. Andreas Tiemann und Dr. Holger Baust übernehmen die wissenschaftliche Leitung der überregionalen Tagung "Trauma trifft Schmerz" im Bergmannstrost.
© Bergmannstrost Halle

Ansprechpartner:

Christian Malordy
Pressesprecher

Berufsgenossenschaftliche Kliniken Bergmannstrost
Merseburger Str. 165
06112 Halle (Saale)

Tel.: 0345 - 132-6526
Fax: 0345 - 132-6602
Mobil: 0176 - 132-64035

Trauma trifft Schmerz im Bergmannstrost Halle

09.11.2011

Halle (Saale) - Schmerz als einer der wesentlichen Einflussfaktoren bei der Akutbehandlung und Rehabilitation von Unfallverletzten im Rahmen des berufsgenossenschaftlichen Heilverfahrens steht heute und morgen im Fokus des Symposiums "Trauma trifft Schmerz" in den Berufsgenossenschaftlichen (BG) Kliniken Bergmannstrost. Über 200 Gäste aus dem gesamten Bundesgebiet nehmen an der zweitägigen Fortbildungsveranstaltung für Ärzte und Mitarbeiter der Berufsgenossenschaften teil. "Anhand von Fallbeispielen wollen wir Einblicke und Einsichten in die zum Teil aufwendigen Heilverfahren vermitteln", so die wissenschaftlichen Organisatoren Professor Andreas H. Tiemann (Klinik für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, Direktor: Prof. Dr. Dr. Gunther O. Hofmann) und Dr. Holger Baust (Klinik für Anästhesie und Schmerztherapie, Direktor: PD Dr. Ralph Stuttmann). "Zentrales Thema ist dabei die ganzheitliche interdisziplinäre Behandlungsstrategie unter Einbeziehung aller erfolgversprechenden Ressourcen und Therapieansätze", so die wissenschaftlichen Leiter weiter. Organisiert wird die Veranstaltung von den Berufsgenossenschaftlichen Kliniken Bergmannstrost zusammen mit dem Landesverband Nordwest der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV).

In seiner physiologischen Form ist Schmerz ein Alarmsignal des Körpers, zum Beispiel nach einem Unfall, dass vor weiteren Schäden schützen soll. Aber gerade während der zum Teil langen Phasen der Akutbehandlung und Rehabilitation kann diese Funktion verloren gehen. Der Schmerz verselbstständigt sich und wird zur Schmerzkrankheit. Für die optimale Steuerung des Heilverfahrens ist es unabdingbar die Grenze zwischen Trauma mit Schmerz (physiologisch) und Schmerz mit Trauma (unphysiologisch) zu erkennen. "Grundlage dafür ist immer zunächst die interdisziplinäre Klärung der Frage, ob eine Kausaltherapie also eine Beseitigung der schmerzauslösenden Ursachen möglich ist", so Baust und Tiemann. Hier setzt die Tagung an. Anhand konkreter Fälle sollen den Mitarbeitern der Berufsgenossenschaften und den Ärzten Möglichkeiten aufgezeigt werden, mit denen das berufsgenossenschaftliche Heilverfahren noch effizienter gestaltet werden kann.

Die Veranstaltung "Trauma trifft Schmerz" ist die erste ihrer Art an den BG-Kliniken Bergmannstrost und soll der Startschuss für eine ganze Reihe weiterer Symposien zum Thema Effizienz und Effektivität des berufsgenossenschaftlichen Heilverfahrens sein. Darüber hinaus soll die Veranstaltung auch die Zusammenarbeit der Berufsgenossenschaften mit dem Bergmannstrost fördern und stärken.

Die BG-Kliniken Bergmannstrost gehören mit ihren 548 Betten zu den modernsten Traumazentren Deutschlands. Im Spezialklinikum der Maximalversorgung wird sowohl die Akutversorgung von Unfallopfern als auch deren Rehabilitation auf höchstem Niveau durchgeführt. Das Credo lautet dabei "Helfen und Heilen mit allen geeigneten Mitteln". Dabei stehen die berufliche Rehabilitation und die Wiedereingliederung der Patienten in ihr Arbeits- und Lebensumfeld im Vordergrund. Rund 1200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in der Klinik beschäftigt.