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Bei der Staffelstabübergabe (v.l.n.r.): Dr. Angelika Kempfert (Staatsrätin der Behörde für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz), Marina Schröder (Vorstandsvorsitzende der DGUV), Rainer Prestin (Vorstandsvorsitzender des BUKH), Prof. Dr. Gerhard Mehrtens (Geschäftsführer des BUKH), Sven Sender (BGU Tübingen), Hubert Hüppe (Behindertenbeauftragter der Bundesregierung) und Andrea Rothfuss (Paralympische Athletin Ski Alpin). (Foto: Malte Wittmershaus)
"Bewegung verbindet" - integratives Sportfest auf dem Hamburger Rathausmarkt
Am 25. Juni machte die BG Kliniktour 2010 in Hamburg Station. Von 11.00 bis 15.00 Uhr wurde auf dem Rathausmarkt ein buntes Informations- und Sportprogramm mit integrativem Streetball-Turnier und vielen weiteren Aktionen präsentiert. "Wir haben diese Veranstaltung mitten in die Stadt geholt, weil integrativer Sport zentrale Aufmerksamkeit verdient", sagte Hamburgs Kultur- und Sportsenatorin Prof. Dr. Katrin von Welck vor der Veranstaltung. "Wir wollen damit die Erfolge von Sportlerinnen und Sportlern mit Behinderung stärker in die Öffentlichkeit bringen und ihre herausragenden Leistungen würdigen. Und wir wollen zeigen, dass integrativer Sport keine Grenzen kennt, Spaß macht und Anerkennung für Menschen mit und ohne Behinderung bringt."
Anlässlich des Paralympischen Jahres macht die BG Kliniktour in diesem Jahr an allen Berufsgenossenschaftlichen Unfallkliniken Station. Außerdem feiert die gesetzliche Unfallversicherung dieses Jahr ihr 125-jähriges Bestehen. "Seit 125 Jahren sichert die gesetzliche Unfallversicherung in Deutschland Berufstätige gegen die Folgen von Arbeitsunfällen ab. Bei der Rehabilitation spielen sichere Mobilität und Sport eine wichtige Rolle", erläuterte Prof. Dr. Stephan Brandenburg, Hauptgeschäftsführer der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW). Gemeinsam mit dem organisierten Sport, dem Berufsgenossenschaftlichen Unfallkrankenhaus Hamburg (BUKH), den Hamburger Berufsgenossenschaften und Unfallkassen sowie regionalen Sportverbänden wurde den Besuchern Mitmachaktionen und Informationsstände präsentiert.
"Wir freuen uns, dass sich in Hamburg Berufsgenossenschaften und Unfallkassen mit ihren Kliniken gemeinsam bei einem Event präsentieren und ihr Leistungsspektrum darstellen. So wird die Vielfalt des Angebots und die Bedeutung der gesetzlichen Absicherung für die Bevölkerung erst deutlich", erklärt Marina Schröder, Vorstandsvorsitzende der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung.
Organisiert wird die BG Kliniktour Tour vom Deutschen Rollstuhl-Sportverband e.V. (DRS), der eng mit den BG-Unfallkliniken zusammenarbeitet. "In unserer täglichen Arbeit erleben wir immer wieder, wie Sport die Barrieren zwischen behinderten und nicht-behinderten Menschen verschwinden lässt", sagte Ulf Mehrens, Bundesvorsitzender des DRS. "Dies wollen wir fördern - und gleichzeitig den großartigen Leistungen unserer paralympischen Athleten die verdiente Anerkennung zollen."
Hamburger Schüler spielen Streetball auf dem Rathausmarkt. (Foto: Malte Wittmershaus)
Hamburger Schüler konnten sich am Freitag im Vorfeld der U17-Basketball-Weltmeisterschaft mit den Profis im Streetball messen und gegeneinander um tolle Preise spielen. Bogdan Radosavljevic, Spieler der U17 Nationalmannschaft zeigte auf dem Rathausmarkt sein Können und lieferte einen Vorgeschmack auf den 02. Juli. Dann startet die WM in Hamburg, das Berufsgenossenschaftliche Unfallkrankenhaus Hamburg (BUKH) ist als medizinischer Partner mit dabei. Gemeinsam mit den Damen der Deutschen Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft, demonstrierte der 16-jährige Basketball im Rollstuhl und musste abschließend feststellen, dass es leichter aussieht, als es ist. Mit seinen 2,11 m Körpergröße ist er eigentlich die Nähe zum Korb gewöhnt. Die Nationalspielerinnen Simone Kues, Maya Lindholm und Natalie Simanowski wurden unterstützt von der ehemaligen Nationalspielerin Nicole Seifert, die auch als Kampagnenbotschafterin für "sicher mobil", der bundesweiten Präventionskampagne der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) vor Ort war.
Show-Wettkämpfe mit international anerkannten Leistungssportlern - u.a. im Rollstuhlfechten, Rollstuhltanzen, Blindenfußball oder Breakdance - sowie Demonstrationen der Kliniktour-Partner und regionalen Sportgruppen luden zum Zuschauen und Mitmachen ein. So konnten im Rahmen der Kliniktour Menschen für den Behindertensport sensibilisiert werden, die sich bisher noch nicht mit dem Thema befasst haben.
"Wir freuen uns sehr, dass wir den Hamburgern eine solche integrative Sportveranstaltung auf dem Rathausmarkt präsentieren konnten. Da wir das größte Querschnittgelähmten-Zentrum Deutschlands unterhalten, wissen wir um die enorme Bedeutung, die der Sport für die Betroffenen auf dem Weg zurück in ein normales Leben hat", stellte Rainer Prestin, Vorsitzender des Trägervereins des Berufsgenossenschaftlichen Unfallkrankenhauses Hamburg (BUKH), besonders die Bedeutung der zahlreichen Mitmachangebote heraus, zu denen auch ein Rollstuhlparcours, eine Rückenschule und kostenlose Fitnesschecks zählten.
Darüber hinaus boten Bühnentalks Informationen über den Bewegungsansatz der BG-Kliniken. Paralympische Top-Athleten, berichteten von ihren eigenen Erfahrungen in der Rehabilitation und von ihrem ganz persönlichen Weg zum Sport - bewegende Geschichten, die Mut machen und in jeder Hinsicht beispielhaft sind, nicht nur für Menschen mit Behinderungen.
Die Schwimmerin Kirsten Bruhn, die seit einem Motorradunfall im Rollstuhl sitzt, hat bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin Mitte Juni einen neuen Weltrekord aufgestellt. Und auch Gerd Schönfelder, der aufgrund eines Unfalls seinen rechten Arm und Finger der linken Hand verloren hat, war einer der erfolgreichsten Alpin-Skifahrer bei den diesjährigen Paralympics in Vancouver. Vier Gold- und eine Silbermedaille hat er zum Abschluß seiner Paralympics-Karriere errungen. An kommenden Paralympics wird er zwar nicht mehr als Athlet teilnehmen, er hofft aber wie seine Teamkollegin und DGUV-Sportlerin Andrea Rothfuss, dass 2018 die Olympischen Spiele nach Deutschland kommen. Als frisch gekürte Kandidatenstadt wurde München 2018 durch den Geschäftsführer der Bewerbungsgesellschaft und ehemaligen Ski-Profi Willy Bogner repräsentiert, der sich im nächsten Jahr bei der finalen Entscheidung gegen Annecy (Frankreich) und Pyeongchang (Süd-Korea) behaupten muss. "Wir sind überglücklich, dass wir den nächsten Schritt in Richtung 2018 gemacht haben. Wir haben uns auf eine Reise der Freundschaft begeben und wollen im nächsten Jahr Begeisterung für München 2018 entzünden. Wir sind bereit die Spiele in Deutschland auszurichten!" Andrea Rothfuss wird dann voraussichtlich noch aktiv dabei sein. "Paralympics in Deutschland - das ist ein großer Traum von mir, der hoffentlich in Erfüllung geht", so die 20-jährige Skifahrerin aus Freudenstadt. In Hamburg nahm sie zusammen mit Sven Sender, dem Leiter der Öffentlichkeitsarbeit der BG Unfallklinik Tübingen, den Staffelstab - das Symbol der bundesweiten Tour - entgegen. Am 16. Juli macht die Kliniktour dann in der Neckarstadt Station.

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