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Ihr Ansprechpartner:
Stefan Boltz
Stv. Pressesprecher
Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e.V.
Tel.: 030 288763768
Email: presse@dguv.de
Neurodermitis bei Kindern erfolgreich behandeln
Bestseller-Autorin Hera Lind macht betroffenen Eltern Mut
(07.05.2007)
Neurodermitis muss kein Dauerschicksal sein. Vor allem bei Kindern bessert sich die Hauterkrankung, wenn sie älter
werden. Die richtige Pflege kann die Abheilung unterstützen. Darauf weisen Bestseller-Autorin Hera Lind und die
Präventionskampagne Haut der gesetzlichen Kranken- und Unfallversicherung zum Hauttag am 9. Mai hin.
Experten zufolge leiden mehr als drei Millionen Menschen in Deutschland unter Neurodermitis. Besonders häufig tritt die anlagebedingte Hauterkrankung bei Kindern auf: Bereits jedes zehnte Kind im Vorschulalter hat mit den schuppigen, juckenden Hautstellen zu kämpfen. "Etwa 80 Prozent der erkrankten Kinder haben es mit einer leichten Neurodermitis zu tun", erklärt Prof. Dr. Dietrich Abeck, niedergelassener Dermatologe aus München. "Wer in diesem Fall die vom Dermatologen empfohlene Hautpflege regelmäßig anwendet, kann die Krankheit erfolgreich besiegen."
Bestseller-Autorin Hera Lind kann das bestätigen: Ihr erster Sohn Florian erkrankte bereits als Säugling an der chronischen Hauterkrankung. Mittlerweile hat der 17-Jährige die Neurodermitis in den Griff bekommen, "mit Vernunft und Willensstärke", wie Lind sagt. Betroffene leiden jedoch nicht nur unter der Krankheit, sondern auch unter der damit einhergehenden Stigmatisierung. Betroffenen Eltern rät Hera Lind daher offen mit der Krankheit umzugehen - auch um Missverständnisse zu vermeiden. Denn Neurodermitis ist nicht ansteckend. "Man sollte sich nicht im Schneckenhaus verkriechen - lieber auf die anderen Mütter zugehen und ihnen die Sache erklären. Kinder lernen sehr schnell, einander mit allen Besonderheiten zu akzeptieren, solange man kein Tabu-Thema daraus macht", so Lind.
Hintergrund: Neurodermitis
Das Risiko, an Neurodermitis zu erkranken, wird durch verschiedene Faktoren bestimmt. Wissenschaftlich nachgewiesen
ist, dass die Krankheit familiär gehäuft vorkommt. Vererbt wird die Neigung zu einer übermäßigen Abwehrreaktion des
Immunsystems.
In mehr als der Hälfte der Fälle tritt Neurodermitis bei Kindern bereits im Säuglingsalter auf. Erstes Zeichen kann der
sogenannte "Milchschorf" sein, eine Rötung und Schuppenbildung an der Kopfhaut und den Wangen des Säuglings. Später
zeigt sich Neurodermitis vor allem als extreme Trockenheit der Haut an Arm- und Kniebeugen, Gesicht und Hals, die mit
quälendem Juckreiz einhergeht.
Besonders Kindern fällt es schwer, die Haut an den trockenen Stellen nicht aufzukratzen. Geschieht dies, sind weitere Entzündungen die Folge. Drei einfache Tricks schaffen erste Abhilfe:
- Ablenkung schaffen durch körperliche Aktivität bei Sport und Spiel oder durch entspannende Musik,
- Alternativen zum Kratzen einüben, etwa die juckende Hautpartie nur drücken und kneifen oder kalte Packungen
auflegen,
- auf kurze und saubere Fingernägel achten, um Entzündungen vorzubeugen.
Präventionskampagne Haut zum bundesweiten Hauttag am 9. Mai
Die Präventionskampagne Haut ist eine gemeinsame Aktion von gesetzlicher Kranken- und Unfallversicherung. Unter dem
Motto "Deine Haut. Die wichtigsten 2m² Deines Lebens." werben rund 120 Krankenkassen und Unfallversicherungsträger
gemeinsam mit weiteren Kooperationspartnern des öffentlichen Lebens dafür, das größte Organ des Menschen zu schützen.
Dabei ist auch der Bundesverband der Deutschen Dermatologen (BVDD), der in Kooperation mit anderen Organisationen den
bundesweiten Hauttag am 9. Mai initiiert. Inhaltliche Schwerpunkte an diesem Tag sind die Hautkrebsvorsorge sowie
berufsbedingte Hauterkrankungen.

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