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Schüler sind auf dem Weg zur Schule und auf dem Heimweg automatisch gegen Unfälle versichert. (Foto: DGUV/Bellwinkel)
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Risiko raus! - Kickboards und Co. lieber nicht für den Schulweg nutzen
31.08.2010
Neue Freizeitsporttrends kommen jedes Jahr so sicher wie der Sommer. Ob Kickboards, Fixies oder Heelys, immer neue Fortbewegungsmittel versprechen Spaß und erfreuen sich großer Beliebtheit bei Kindern und Jugendlichen. Oft aber wird das damit verbundene Risiko unterschätzt. Dabei sind Kinder und Jugendliche im Verkehr besonders gefährdet. Allein im Jahr 2009 verunglückten 115.534 Schüler und Studenten auf dem Weg zu Schule oder Hochschule. Im Rahmen ihrer Präventionskampagne "Risiko raus!" geben Unfallkassen und Berufsgenossenschaften daher Hinweise zur Sicherheit verschiedener Trendsportgeräte.
Welches Fortbewegungsmittel darf es sein?
Roller sind nach wie vor als Fortbewegungsmittel im Trend. Besonders mit "Kickboards" - kleinen, wendigen
Aluminiumrollern - können geübte Fahrerinnen und Fahrer streckenweise fast so schnell rollen, wie ihre strampelnden
Altersgenossen auf dem Fahrrad. Unfälle mit Kickboards sind zwar nicht häufig, dafür aber folgenschwer. Im Vordergrund
stehen Knochenbrüche sowie Kopf- und Zahnverletzungen. Bei den Unfallursachen spielen Widrigkeiten auf den Wegen eine
Rolle, die Radfahrer oder Fußgänger kaum wahrnehmen. An kleinen Steinchen und Ästen oder in geringen Vertiefungen des
Gehwegs wird das Vorderrad der kleinen "Silberpfeile" abrupt blockiert. Es kommt zu einer ungewollten "Vollbremsung",
bei der das Hinterrad vom Boden abhebt. Die Folge: Das Kind stürzt über den Lenker oder wird seitlich zu Boden
geworfen. Eine Schutzausrüstung wie bei Inlinefahrern bietet bei der Verwendung von Kickboards keinen ausreichenden
Schutz, weil Becken und Schultern nicht geschützt werden. Schulkinder sollten daher unbedingt auf den Gebrauch von
Kickboards verzichten. Der "gute, alte" Tretroller mit Ballonreifen ist die bessere Alternative. Er hat größere Räder,
fährt über kleinere Hindernisse leichter hinweg und federt durch die Luft in den Reifen Unebenheiten besser ab.
Bei Heelys handelt es sich um Sportschuhe, in deren Fersen Rollen mit eigenen Achsen eingebaut werden können. Wie bei
der Benutzung von Kickboards können kleine Steine, Äste und Gehwegkanten schnell zu einem Unfall beitragen. Vor der
Benutzung sollte daher in verkehrsberuhigten Zonen und auf Bürgersteigen mit geringem Fußgängeraufkommen das Bremsen
und richtige Fallen (mit Schutzausrüstung) geübt werden.
Fixies oder Fixed-Gear-Bikes sind Fahrräder, bei denen Pedale und Hinterrad über die Kette verbunden sind - ohne Rücktritt, Freilauf und Bremse. Bremsen ist nur über die Verringerung der Trittfrequenz möglich bzw. durch den Versuch, ruckartig rückwärts zu fahren. Damit wird die Fahrt im Straßenverkehr zum unkalkulierbaren Risiko. Durch die fehlende Bremsanlage und die Einsparung weiterer Teile der Sicherheitsausrüstung wie Beleuchtung, Klingel und Reflektoren verstoßen Nutzer klar gegen die Straßenverkehrszulassung (StVZO). Die Benutzung von Fixies im Straßenverkehr ist daher nicht gestattet.
"Bei der Wahl des richtigen Fortbewegungsmittels sollten Eltern ihre Kinder beraten und sich regelmäßig selbst von der Sicherheit der Fortbewegungsmittel ihrer Sprösslinge überzeugen." rät Rüdiger Remus, Präventionsexperte bei der Unfallkasse Nord. Bei der Kaufentscheidung spielen Alter und motorische Geschicklichkeit des Kindes eine Rolle. Für Kickboards und Co. gilt: "Nicht alles, was gerade im Trend ist, ist auch sicher. Für regelmäßige Fahrten, wie z.B. die Fahrt zur Schule, sollten nur solche Verkehrsmittel zum Einsatz kommen, die sich in ihrer Handhabung und ihren Sicherheitseigenschaften bewährt haben", so Remus weiter.
Hintergrund "Risiko raus!"
In der Präventionskampagne "Risiko raus!" arbeiten die Berufsgenossenschaften, Unfallkassen, ihr Spitzenverband Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV), die Landwirtschaftliche Sozialversicherung, der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) und die Bundesländer sowie weitere Partner zusammen. Gemeinsam verfolgen sie das Ziel, das Unfallrisiko beim Fahren und Transportieren zu verringern. Weitere Informationen unter www.risiko-raus.de.
Aktion DAS SICHERE HAUS
- Die Aktion DAS SICHERE HAUS (DSH) informiert über Unfallgefahren in Heim und Freizeit

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