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Foto: Die Preisträger des europäischen Arbeitsschutz-Preises auf der Bühne, bei der Preisverleihung.

Zwei von neun Preisen gingen an deutsche Unternehmen. (Foto: European Agency for Safety and Health at Work)

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Pressestelle

Europäischer Arbeitsschutz-Preis für deutsche Projekte zur Rückengesundheit im Job

05.03.2008

Zwei Unternehmen aus Deutschland sind unter den Gewinnern des europäischen Arbeitsschutz-Preises zur Vermeidung von „Muskel-Skeletterkrankungen“ am Arbeitsplatz. Das berichtet die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) in Berlin. Das Gussputzunternehmen Keulahütte GmbH in Krauschwitz  und die MEWA Textil-Service AG in Wiesbaden hatten Arbeitsplätze so umgestaltet, dass Fehlbelastungen von Rücken, Muskeln und Gelenken deutlich zurückgingen. Beraten hatte sie dabei das Institut für Arbeitsschutz (BGIA) in Sankt Augustin. Anschließende Messungen in den Betrieben belegten: Belastende Haltung waren fast vollständig verschwunden, Arbeitsunfähigkeitstage gingen zurück und die Produktivität nahm zu.

Circa 25 Prozent aller betrieblichen Fehlzeiten sind auf Muskel-Skelett-Erkrankungen zurückzuführen. Neben enormen wirtschaftlichen Verlusten verursachen die Erkrankungen und Beschwerden auch viel menschliches Leid. Unter dem Motto "Pack’s leichter an!" wollte die Europäische Arbeitsschutzagentur mit ihrem Wettbewerb daher Beispiele praktischer Lösungen bekannt machen, die am Arbeitsplatz helfen, Erkrankungen des Muskel-Skelettsystems vorzubeugen.

Von insgesamt 36 Bewerbungen aus den Mitgliedstaaten der Europäischen Union wurden neun Projekte als besonders gut gekürt; darunter beide deutsche Vorschläge. Sie zeigen nicht nur, dass sich Muskel-Skelett-Belastungen in vielen Fällen sehr erfolgreich verhindern lassen, sondern dass sich Investitionen in Prävention auch wirtschaftlich auszahlen: Weniger Belastungen führen zu mehr Arbeitszufriedenheit und steigern die Leistungsfähigkeit der betroffenen Betriebe.

Weiterführende Informationen:  http://ew2007.osha.europa.eu