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Die ehren- und hauptamtlichen Spitzen des neuen Verbandes Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV).
Ansprechpartner für Journalisten:
DGUV - Pressestelle
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10117 Berlin-Mitte
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Stv. Pressesprecher:
Stefan Boltz
Tel.: 030 288763768
Pressereferentin:
Elke Biesel
Tel.: 030 288763767
Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung: Neuer Spitzenverband
für gewerbliche Berufsgenossenschaften und Unfallversicherungsträger der öffentlichen Hand
02.07.2007
Seit dem 1. Juni 2007 werden die gewerblichen Berufsgenossenschaften und die Unfallversicherungsträger der öffentlichen Hand von einem gemeinsamen Spitzenverband vertreten. Die Mitgliederversammlungen des Bundesverbandes der Unfallkassen (BUK) und des Hauptverbandes der gewerblichen Berufsgenossenschaften (HVBG) haben Anfang Juni mit einem nahezu einstimmigem Votum der Bildung eines gemeinsamen Spitzenverbandes zugestimmt. Damit werden HVBG und BUK zur Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, kurz DGUV. Sie hat ihren Hauptsitz in Berlin und weitere Standorte in Sankt Augustin, München, Dresden, Bad Hersfeld, Bochum und Hennef. Ihre Mitglieder versichern mehr als 70 Millionen Menschen in Deutschland gegen Arbeits-, Wege- und Schulunfälle sowie Berufskrankheiten. Ihr Versicherungsschutz erfasst unter anderem alle abhängig Beschäftigten - egal ob gewerbliche Wirtschaft oder öffentlicher Dienst - , Schüler und Studierende sowie ehrenamtlich Tätige.
Die Mitgliederversammlung des BUK stimmte bereits am 31. Mai bei 236 vertretenen Stimmen einstimmig der Satzung der
DGUV (bei sieben Enthaltungen) zu. Für die Verschmelzung mit dem HVBG votierten 93 Prozent (220 Stimmen dafür, sieben
Gegenstimmen und neun Enthaltungen). Noch stärker war das Ergebnis in der Mitgliederversammlung des HVBG: Die
Berufsgenossenschaften stimmten am 1. Juni in Anwesenheit von Heinrich Tiemann, Staatssekretär im Bundesministerium für
Arbeit und Soziales (BMAS) und der Delegierten des BUK der Satzung und der Verschmelzung der beiden Verbände einstimmig
und ohne Enthaltungen zu.
Dieses hervorragende Ergebnis in beiden Mitgliederversammlungen wurde von allen Beteiligten als wahrhaft historisch
bezeichnet. Es zeige, so der amtierende Vorstandsvorsitzende der DGUV, Dr. Hans-Joachim Wolff, dass die Mitglieder
einen starken und von der Politik unabhängigen Verband wollten. "Mit der DGUV erfüllt die Selbstverwaltung aus
Arbeitgebern und Versicherten ihr Versprechen, moderne Strukturen in der Unfallversicherung zu schaffen", erklärte
sein Stellvertreter Hans-Gerd von Lennep. Mit Blick auf die derzeit laufende Reform der Unfallversicherung fügte Wolff
hinzu: "Wir erwarten von der Politik, dass sie die einvernehmliche Entscheidung der Selbstverwaltung aus
Arbeitgebern und Arbeitnehmern respektiert und den Verband nicht in eine Körperschaft öffentlichen Rechts
umwandelt." Eine solche Körperschaft würde zu einer Einschränkung der Gestaltungsfreiheit der Selbstverwaltung
führen und die Arbeit der Unfallversicherung teurer und bürokratischer machen. Wolff: "Das kann die Politik nicht
ernsthaft wollen."
Der Vorsitzende des Ausschusses für Arbeit und Soziales des Deutschen Bundestages, Gerald Weiß (MdB) hielt anlässlich
der Bildung des neuen Spitzenverbandes ein vehementes Plädoyer für die DGUV als eingetragenen Verein. Er machte
deutlich, dass er gemeinsam mit zahlreichen anderen Abgeordneten eine Umwandlung des neuen Verbandes in eine
Körperschaft des öffentlichen Rechts energisch ablehne. Die von der Selbstverwaltung der Berufsgenossenschaften schon
bei der letzten Mitgliederversammlung gefassten Reformbeschlüsse zeigten, dass der Staat nur den richtigen Rahmen für
Reformen setzen, sich aber bei der konkreten Ausgestaltung eher zurückhalten solle. Die Erklärung von Weiß, nach der
die Vorfahrt für die Selbstverwaltung das Gebot der Stunde sei, stieß auf einheitliche Zustimmung bei allen Delegierten
der Mitgliederversammlungen.
Der neue Verband wird nun die Abstimmung zwischen gewerblichem und öffentlichem Sektor nachhaltig erleichtern und damit für mehr Effizienz bei Prävention und Rehabilitation sorgen. Die Verschmelzung von HVBG und BUK ebnet den Weg für einen ganzheitlichen Präventionsansatz. Dieser umfasst neben Sicherheit und Gesundheit in Kita, Schule und Universität auch die Arbeit, den Weg dorthin und das Engagement im Ehrenamt.
| Vorsitzende des Vorstandes der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung | |
| Dr. Hans Joachim Wolff (Vorsitzender) | Klaus Hinne |
| Hans-Gerd von Lennep | Lothar Szych |
| Hauptgeschäftsführer der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung | |
| Dr. Joachim Breuer | |
| Dr. Walter Eichendorf (stv.) | Petra Zilch (stv.) |

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