- > Prävention
- > Themen A-Z
- > Stolper-,...
- > Verhaltensregeln
Stolper-, Rutsch- und Sturzunfälle - Verhaltensregeln
Verhaltensbedingte Unfallursachen sind beispielsweise:
- Stress, Hektik, Müdigkeit, Ablenkung, Unachtsamkeit, Bequemlichkeit
- herumliegende Kabel
- herumliegende Schläuche
- ungeeignete Schuhe
- Alkohol
Jeder Einzelne kann zur Verhütung von Stolper-, Rutsch- und Sturzunfällen beitragen und sollte Mängel an Arbeitsplätzen und Verkehrswegen, z. B. beschädigte Fußroste, Unordnung, verschüttete Flüssigkeiten, allgemeine Verschmutzung, beschädigtes Schuhwerk, Schnee- und Eisglätte, nicht abgedeckte Bodenöffnungen und anderes, entweder selbst sofort beseitigen oder dem Vorgesetzten melden. Wichtig ist z. B. das Tragen von sicherem Schuhwerk, die Kontrolle von Bewegungsabläufen sowie die Anpassung von Gehgeschwindigkeiten an die örtlichen Bedingungen.
Fünf Tipps gegen Stolpern und Rutschen
Tragen Sie die richtigen Schuhe
Der richtige Arbeitsschuh verhilft zum sicheren Gang. Je nach Einsatzbereich sind unterschiedliche Schuhe geeignet.
Allen gemeinsam ist ein fester Halt am Fuß, ein flacher Absatz und eine griffige, rutschfeste Sohle. Es gibt inzwischen
Arbeitsschuhe, die bei aller Funktionalität auch optisch im Trend liegen. Holen Sie sich Tipps von Fachleuten zum
Beispiel der Fachkraft für Arbeitssicherheit in ihrem Betrieb.
Unterschätzen Sie Treppen und Stufen nicht
Stolpern auf Treppen und Stufen führt zu schwerwiegenderen Verletzungen als Stolpern auf ebener Fläche. Deswegen müssen
Treppen und Stufen immer gut kenntlich gemacht und beleuchtet sein. Benutzen Sie den Handlauf und seien Sie
aufmerksam.
Schalten Sie Stolperfallen und Rutschpartien aus
Ränder von Fußmatten oder Peppichbelägen sollten optisch gut erkennbar sein. Fußmatten mit einer rutschfesten
Schicht auf der Rückseite geben mehr Halt. Matten mit hochgebogenen Ecken oder ausgebrochenen Rändern sollten Sie
aussortieren! Am besten Übergänge mit fest montierten Teppichleisten sichern.
Achten Sie auf Ordnung zu Ihren Füßen
Vorsicht vor herumliegenden Gegenständen. Sicheren Sie Ihren Arbeitsplatz, wenn er in einem von Dritten begangenen
Bereich liegt, immer ab. Lassen Sie auch im eigenen Interesse nichts auf dem Fußboden liegen oder Wasser- oder
Ölflecken unbeseitigt. Auf hoch gelegenen Arbeitsplätzen wie Gerüsten oder Arbeitsbühnen haben Stolperunfälle oft sehr
ernste Folgen.
Halten Sie die Augen offen
Beobachten Sie Ihre Arbeitsumgebung! Manchmal entwickeln sich Stolperfallen langsam: Gehwegplatten heben sich, eine
Fußbodenfliese beginnt zu wackeln... Wenn Sie sich und ihre Kollegen vor Stolperunfällen bewahren wollen, greifen Sie
selbst ein oder machen den zuständigen Ansprechpartner aufmerksam.
Maßnahmen
Es gibt oft simple, aber wirkungsvolle Maßnahmen zur Vermeidung von Rutsch- und Stolpergefahren. Sehen Sie selbst:
Ordnung und Sauberkeit in der Arbeitsstätte
Nachlässigkeit und allgemeine Unordnung sind eine häufige Ursache für das Ausrutschen und Stolpern. Halten Sie Ihre
Arbeitsumgebung sauber und ordentlich und achten Sie darauf, dass Böden und Zugangswege von Hindernissen frei sind.
"Wilde Müllablageplätze" entstehen schnell, wenn erst der Anfang gemacht ist. Deswegen Abfall regelmäßig entfernen.
Reinigung und Wartung
Regelmäßige Reinigung und Wartung minimiert Gefahren. Zum Beispiel sollten ölige oder verschmierte Böden und
Oberflächen sofort gereinigt werden. Achten Sie darauf, dass bei Reinigungs- und Wartungsarbeiten keine neuen Rutsch-
und Stolpergefahren geschaffen werden - etwa durch herumstehende Arbeitsgeräte oder ausgelaufene
Reinigungsflüssigkeiten.
Beleuchtung
Ein Hindernis oder eine ausgelaufene Flüssigkeit kann immer mal für Gefahren sorgen. Damit man diese bis zur
Beseitigung wenigstens sehen kann, ist eine gute Beleuchtung, einwandfreies Funktionieren und richtige Position von
Lichtquellen wichtig. Auch im Freien kann eine Beleuchtung erforderlich sein, wenn eine ungünstige Witterung
Arbeitsplätze oder Verkehrswege zu dunkel macht. Das richtige Licht ist der letzte Schritt zur Vermeidung von
Stolperfallen.
Bodenbelag
Böden müssen regelmäßig auf Schäden überprüft und gegebenenfalls repariert werden. Machen Sie Ihre Vorgesetzten auf
Schäden aufmerksam, denn nicht jeder Verantwortliche kann den ganzen Tag nur auf solche Dinge achten. Zu den möglichen
Rutsch- und Stolpergefahren gehören Löcher, Risse sowie lose Teppiche und Matten. Wichtig ist auch, dass die
Bodenoberfläche für die durchgeführte Arbeit geeignet ist. Wenn zum Beispiel in Produktionsabläufen mit Chemikalien
gearbeitet wird, muss der Bodenbelag dagegen widerstandsfähig sein. Nicht immer muss der Bodenbelag komplett
ausgetauscht werden. Eine Beschichtung oder chemische Behandlung vorhandener Böden kann die Rutschfestigkeit auf
einfache Weise verbessern.
Treppen
Viele Unfälle passieren auf Treppen. Handläufe, rutschfeste Beläge auf Stufen, gute Sichtbarkeit und rutschfeste
Markierungen an der Vorderkante von Stufen und ausreichende Beleuchtung sind die wichtigsten Voraussetzungen für die
Vermeidung von Stolper-, Rutsch- und Sturzunfällen auf Treppen. Es gibt auch andere Niveauunterschiede wie z. B.
Rampen. Diese sind oft schwer zu erkennen und müssen daher gut markiert sein.
Ausgelaufene Stoffe
Ausgelaufene Stoffe sofort mit einer geeigneten Reinigungsmethode beseitigen. Dabei Warnzeichen verwenden, wo der
Boden nass ist und alternative Wege schaffen. Überprüfen Sie das Ergebnis der Reinigung, unter Umständen kann eine
chemische Behandlung nötig sein. Danach die Fragen stellen: "Wieso lief etwas aus?"; "Können Arbeitsmethoden oder der
Arbeitsplatz verändert werden, um das Auslaufen von Stoffen auf ein Minimum zu begrenzen?" Das Vermeiden von Auslaufen
ist meisten einfacher und preiswerter, als immer hinterher zu wischen.
Hindernisse
Wenn immer es möglich ist, sollten Hindernisse entfernt werden, um Stolperunfällen vorzubeugen. Es gibt aber häufig die
Situation, dass ein Hindernis nicht, oder nicht sofort entfernt werden kann. In diesem Fall helfen geeignete Barrieren
und Warnhinweise bei der Vermeidung von Unfällen.
Schleppkabel
Kabelsalat entsteht schnell, hat aber auf dem Fußboden nichts zu suchen. Geräte so aufstellen, dass die Kabel keine
Fußwege kreuzen. Wenn das nicht möglich ist, Kabel unter Kabelabdeckungen verstauen und diese sicher befestigen.
Schuhwerk
Fußballer spielen selten in Sandalen. Zu einer guten Arbeit gehört auch das richtige Schuhwerk. Je nach Arbeitsaufgabe
und Umgebung gelten besondere Anforderungen an die Eigenschaften der Schuhe. Achten Sie auf die Bodenoberfläche,
typische Bodenzustände und die Rutschfestigkeit Ihrer Sohlen. Wählen Sie Ihre Schuhe zuerst nach der Anforderung aus,
und erst dann nach dem Aussehen.
Arbeitsplätze im Freien
Draußen lauern besondere Stolper- und Rutschgefahren, zum Beispiel bei Regen, bei Glatteis oder auf Baustellen.
Auch hier gilt der Grundsatz: Zuerst die Arbeitsplätze so gestalten, dass erst gar keine Gefahren entstehen. Danach
organisatorische Maßnahmen treffen - zum Beispiel Zugangsregelungen, Absperrungen und Warnhinweise, und auf jeden Fall
geeignetes Schuhwerk verwenden.
Besser Vorbeugen als das Nachsehen haben. Jeder Unfall, der nicht passiert, spart Geld, Ärger und erhält Ihre Gesundheit.

Versenden
Seitenfeedback
Webcode:
d69783