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Psychische Belastungen

Ansprechpartner

Christian Pangert
Abteilung Sicherheit und Gesundheit (SiGe)
Referat "Psychische Gesundheit"
Tel.: 089 62272-210

Psychische Belastungen

Unstrittig nehmen psychische Belastungen an Arbeitsplätzen in allen Branchen zu. Psychische Belastungen führen zu Beanspruchungen, die sich positiv, z.B. in Form von Abwechslung, Lernfortschritt, neutral oder negativ, z.B. in Form von Stresserleben, gesundheitlichen Beeinträchtigungen etc. auf Personen auswirken können. Wir sprechen in letzterem Falle von Fehlbelastungen. Neben den Muskel-Skelett-Erkrankungen ist Stress EU-weit auch aus Sicht der Unternehmen das wichtigste Gesundheitsthema.

Die Ursachen für die Zunahme von psychischen Fehlbelastungen sind unter anderen zu suchen in steigenden Anforderungen an Quantität und Qualität der Arbeit aber auch weiteren Rahmenbedingungen wie z.B. wachsender Arbeitsplatzunsicherheit sowie fehlenden oder unzulänglichen Leistungsvoraussetzungen seitens der Mitarbeiter/-innen, wie z.B. fehlende Qualifikation oder fehlende persönliche Kompetenzen. Dabei spielen belastende und entlastende Faktoren zusammen. Steigende Fehlbelastungen gehen oft mit gleichzeitig sinkenden Ressourcen einher. Beispiele hierfür sind Arbeitsverdichtung oder Lean Management. Ressourcen sind individuelle, organisatorische und weitere Faktoren, die geeignet sind, negativen Belastungsfolgen entgegen zu wirken oder sie zu verhindern. Die folgende Aufstellung enthält typische Beispiele hierfür.


Belastungen (Beispiele) Ressourcen (Beispiele)
Zeitdruck Vermeidung von Zeitdruck durch Ressourcen,
Arbeitsverdichtung Entlastung und Unterstützung durch
Kollegen
Umgang mit
schwierigen Kunden,
Emotionsarbeit
Unterstützung durch Kollegen, Ausbildung,
zeitliche Begrenzung des Kontakts
Unklare oder schnelle
wechselnde
Organisationsstrukturen
überschaubare Organisationsstrukturen,
Informationen
Konkurrenz zwischen
Mitarbeitern
Kollegialität und soziale Unterstützung am
Arbeitsplatz
Mobbing Soziale Integration am Arbeitsplatz
Fehlende Ressourcen
bei der Arbeit (z. B.
materiell, personell,
sozial)
Ausreichende und zweckmäßige
Ausstattung des Arbeitsplatzes
Lage und Dauer der
Arbeitszeit (z. B.
Schichtarbeit)
Physiologisch und sozial verträgliche
Arbeitszeiten
Fehlende Vertretung Ausreichende Vertretungsregelung
Zwang zur
Weiterqualifikation
Möglichkeit zur Weiterqualifikation
Gewalt am Arbeitsplatz
(z. B. Übergriffe durch
Kollegen)
Schutz vor Übergriffen, Unterstützung durch
Unternehmen
Unklare
Aufgabenzuteilung
Klare Aufgabenstellung