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Bild: GUV Hannover
Ansprechpartner
Tim Pelzl
Abteilung Sicherheit und Gesundheit (SiGe)
Referat "Feuerwehren, Hilfeleistungen, Brandschutz, Entsorgung"
Tel.: 089 6227-174
E-Mail
Abteilung Sicherheit und Gesundheit (SiGe)
Referat "Feuerwehren, Hilfeleistungen, Brandschutz, Entsorgung"
Tel.: 089 6227-174
Ansprechpartner
Kompost-Studie
Prof. Dr. med. Jürgen Bünger
Institut für Prävention und Arbeitsmedizin der DGUV - Institut der Ruhr-Universität Bochum (IPA)
Stellv. Institutleitung
Tel.: 0234 302-4501
E-Mail
Prof. Dr. med. Jürgen Bünger
Institut für Prävention und Arbeitsmedizin der DGUV - Institut der Ruhr-Universität Bochum (IPA)
Stellv. Institutleitung
Tel.: 0234 302-4501
Bioaerosol-Radlader
Entsorgung
Tätigkeiten im Bereich der Entsorgung sind äußert vielschichtig und heterogen. Daraus resultieren auch viele verschiedene Fragen im Bereich Sicherheit und Gesundheitsschutz der Beschäftigten bei der Arbeit.Der Bereich "Abwasser" umfasst Betrieben des Abwasserwesens (z. B. Stadtentwässerungsbetriebe inkl. Kanalisationsanlagen und Kläranlagen, Kanalunterhaltung). Versicherte Personen sind hier insbesondere Kanalarbeiter, Klärwärter und Laborpersonal auf Kläranlagen. Es gibt zahlreiche kommunale und gewerbliche Abwasserbetriebe. Gefährdungen bei diesen Tätigkeiten sind z. B. erhöhte Infektionsgefährdung durch biologische Arbeitsstoffe, Gefährdung durch Einwirkung von unbekannten Stoffen (die Zusammensetzung des Abwassers ist oft nicht bekannt) und Gefährdungen durch illegale Einleiter. In vielen Teilen von abwassertechnischen Anlagen besteht außerdem Explosionsgefahr durch Faulgasbildung.
Der Bereich "Abfallwirtschaft" umfasst z. B. Abfallsammlung, Recycling, Kompostierung, Müllverbrennung, Deponierung und Straßenreinigung. Die versicherten Personen sind z. B. Müllwerker, Wertstoffsortierer, Kompostierer sowie Arbeiter und Angestellte im Bereich der Müllverbrennung, Deponien und Straßenreinigung. Allein im Bereich der Stadtreinigung ereignen sich jedes Jahr ca. 2.000 Arbeitsunfälle. Die Mitarbeiter der Stadtreinigungsbetriebe sind insbesondere Gefährdungen durch Arbeiten bei Sammlung von Abfall im öffentlichen Straßenverkehr, auf Deponien und bei der Müllsortierung ausgesetzt.
Bei diesen Tätigkeiten sind sie auch biologischen Arbeitsstoffen ausgesetzt - vor allem Schimmelpilzen und Bakterien. Am höchsten exponiert sind die Beschäftigten in Kompostierungsanlagen. Daher begann das Institut für Prävention und Arbeitsmedizin der DGUV (IPA) - zusammen mit der BAuA - vor 12 Jahren bereits eine Studie zum Gesundheitsrisiko von Kompostierern. Die ersten Ergebnisse ergaben vermehrt Atemwegsbeschwerden und eine mögliche Verschlechterung der Lungenfunktion. Es wurden weitere Schutzmaßnahmen getroffen, deren Wirksamkeit derzeit in einer weiteren Nachuntersuchung überprüft wird, in deren Rahmen auch die BG Verkehr und die Unfallkasse NRW wieder Expositionsmessungen durchführen.
Weitere Informationen:
Die Fachgruppe "Entsorgung" der deutschen gesetzlichen Unfallversicherung bildet mit ihren Sachgebieten dieses Spektrum ab und gibt eine Vielzahl von Informationen zum sicheren Gestalten der Arbeit im Entsorgungsbereich.
Informationen zur Kompost-Studie "Gesundheitsrisiken durch biologische Arbeitsstoffe in Kompostierungsanlagen: Ein 10-Jahres-Follow-up" finden Sie im Internetauftritt des IPA.
Nähere Auskünfte zur Studie erteilt Prof. Bünger

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