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Tipps für Eltern

Viele Schulranzen sind zu schwer!

Ein Schulranzen, der zu schwer ist, ist nicht nur ungesund, sondern schränkt auch die Bewegungsfreiheit des Kindes ein und stört bei der Konzentration auf den Straßenverkehr. Darauf weist die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung im Faltblatt „Schulranzen“ (GUV-SI 8010) hin. Ein falsch getragener bzw. zu schwerer Ranzen kann zu Fehl- und Überbelastungen der Wirbelsäule sowie Fußverformungen führen. Die Unfallversicherungsträger der öffentlichen Hand geben zum Schulbeginn Tipps für Lehrer und Eltern:

Der Schulranzen sollte

  • leer nicht mehr als 1,2 kg wiegen
  • nicht mit Überflüssigem, z.B. Spielzeug, bepackt werden
Damit das Kind im Strassenverkehr gut gesehen werden kann, muss der Ranzen mit reflektierenden Materialien beschichtet sein und der DIN 58124 entsprechen. Um Schiefhaltungen vorzubeugen, müssen Schultaschen auf dem Rücken und nicht in der Hand getragen werden. Bestimmte Bücher oder Hefte können gegebenenfalls in der Schule gelassen werden (Lehrerfragen).

 

Schulweg mit Erstklässlern üben!

Jährlich werden den Unfallversicherungsträgern der öffentlichen Hand mehr als 1.400.000 Schulwegunfälle gemeldet. Fast die Hälfte der Unfälle ereignen sich im Stra-ßenverkehr. Zum Schuljahresbeginn rät die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung den Eltern von Erstklässlern schon frühzeitig mit dem Kind sicheres Verhalten im Straßenverkehr einzuüben.

  • Der Schulweg sollte bereits vor der Einschulung mehrfach abgegangen werden. Dazu gehört auch, mit dem Kind zu üben, an der Bordsteinkante oder Sichtlinie zwischen parkenden Autos zu halten, das sichere Überqueren der Strasse zu trainieren und es an die Gefahren im Straßenverkehr in konkreten Situationen heranzuführen.
  • Eltern sollten dem Kind zunehmend die Führung überlassen und nur noch in gefährlichen Situationen eingreifen. Gehen die Kinder allein zur Schule, sollten Eltern von Zeit zu Zeit ihr Kind auf dem Schulweg beobachten.
  • Für ausreichende Zeit für den Schulweg muss gesorgt sein.
  • Helle, gut sichtbare Kleidung und ein normgerechter Schulranzen (mit reflektierenden Flächen) tragen besonders in den Wintermonaten zur Sicherheit bei.
  • An vielen Schulen gibt es Schulwegpläne, die über den sichersten Weg, besondere Gefahren und wie diese möglicherweise umgangen werden können, informieren. Fragen Sie danach.
  • Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung empfiehlt Eltern, sich dafür einzusetzen, dass an besonders gefährlichen Verkehrspunkten Schülerlotsen oder Schulweghelfer eingesetzt werden oder sich selber als Schulweghelfer zur Verfügung zu stellen.

 

Der Schulweg mit dem PKW:

  • Bei der Fahrt mit dem PKW sollten Kinder grundsätzlich mit einer dem Alter und der Grösse des Kindes angemessenen Rückhalteeinrichtung gesichert sein.
  • Es sollten nie mehr Kinder befördert werden, als gesichert werden können.
  • Kinder immer zur Beifahrerseite aussteigen lassen.
  • Nie im Bereich der Schulbushaltestelle halten.
  • Busse, die sich einer Haltestelle nähern und Warnblinklicht eingeschaltet haben, dürfen nicht überholt werden.
  • An Bussen, die die Warnblinkanlage eingeschaltet haben, darf nur im Schritttempo vorbeigefahren werden.

 

Zum Thema Fahrrad

Die sichere Teilnahme am Straßenverkehr mit dem Fahrrad setzt voraus, dass das Rad sicher bewegt werden kann (Lenken, Bremsen, Spurhalten und dabei Zeichen geben, Zurückblicken u.ä.), Regeln bekannt sind und ein gewisses Maß an Verkehrserfahrung vorhanden ist. Dies erfüllen Kinder frühestens nach der Radfahrprüfung in der vierten Klasse. Daher sollten Grundschulkinder nicht mit dem Rad zur Schule fahren. Der spätere Weg zur Schule mit dem Fahrrad kann in dieser Altersstufe in Begleitung der Eltern vorbereitet werden. Auf jeden Fall muss das Fahrrad technisch sicher und nach der StVZO ausgestattet sein. Die Kinder und möglichst auch Eltern oder Begleiter sollen immer mit Helm fahren.

so geht's