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Die Ausstellung "8tung in der Schule" auf der Didakta 2009
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Gewalt an Schulen
Ein Thema, das immer wieder im Blickpunkt der Öffentlichkeit steht, ist die Gewalt an Schulen. Aus der Statistik der DGUV von 2005 geht hervor, dass bundesweit etwa 11 Prozent aller Unfälle mit Verletzungen, die in Schulen oder auf dem Schulweg stattfanden, auf körperliche Gewalt (sogenannte Raufunfälle) zurück gehen.
Nach aktuellen Statistiken der Unfallkassen - sie versichern Schülerinnen und Schüler gegen Unfälle beim Schulbesuch und auf dem Schulweg - ist die Häufigkeit der so genannten Raufunfälle an allgemeinbildenden Schulen zwischen 2000 und 2007 um etwa ein Viertel zurückgegangen. Trotzdem: Die Zahlen sind immer noch hoch. Statistisch gesehen ist jeder zehnte Unfall an allgemeinbildenden Schulen (Grund-, Haupt- und Realschulen sowie Gymnasien) auf Gewalteinwirkung zurückzuführen. Einer von hundert Schülern pro Jahr muss sich nach einer Ragelei ärztlich behandeln lassen. In gut 7.000 Fällen war ein Knochenbruch die Folge von Gewalt. Gewalt zieht zudem nicht nur körperliche Verletzungen nach sich, sondern auch psychische. Da nur gemeldete Verletzungen von der Statistik erfasst werden, gibt es eine große Dunkelziffer bei schulischer Gewalt, insbesondere bei Formen psychischer Gewalt - Hänseleien, Bullying, Mobbing, die statistisch nicht erfasst werden.
Unfallkassen fördern Prävention gegen Gewalt
Gewalt vorzubeugen ist nicht so einfach. Was könnte ein Hinweis auf eine Gefahr sein? Was ist eher dem normalen entwicklungsgerechten Verhalten von Kindern und Jugendlichen zuzurechnen? Da es sich bei der Gewaltproblematik um komplexe psychosoziale Wechselwirkungen und Entstehungsbedingungen handelt, ist die Abgrenzung zwischen Gewalt und normalem Verhalten oft schwierig, und die Betroffenen sind damit in der Regel überfordert.
Als Träger der Schüler-Unfallversicherung engagieren sich die Unfallkassen für die Prävention von körperlicher und seelischer Gewalt. In mehreren regionalen Initiativen fördern sie zahlreiche Präventionsprojekte, mit denen die Selbstbehauptung von Schülern gestärkt, das Schulklima verbessert und so Gewalt vorgebeugt werden soll.
In Niedersachsen zum Beispiel wird das Projekt "Prävention als Chance (PaC) als ein umfassender Ansatz zur schulbezogenen Gewaltprävention angeboten. In einem Verbund aus Kindertagesstätten, Grundschulen und weiterführenden Schulen in Kooperation mit der örtlichen Polizei und der Jugendhilfe können Kinder von klein auf nach denselben Regeln des sozialen Miteinanders erzogen werden. Das Selbstwertgefühl zu stärken und Problemlösefähigkeiten zu vermitteln - kurz die Sozialkompetenzen von Schülern und Schülerinnen zu steigern - ist das Ziel des Projekts "Mind Matters". Mehr Informationen finden Sie unter www.mindmatters-schule.de und www.pac-programme.de.
Wanderausstellung „Gewalt an Schulen“
iga- eine Kooperation der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV), des BKK Bundesverbandes, des AOK-Bundesverbandes sowie des Verbandes der Ersatzkassen - hat gemeinsam mit den Unfallkassen die Wanderausstellung "Gewalt an Schulen" verwirklicht. Die Ausstellung soll für das Thema Gewalt an Schulen sensibilisieren und Präventionsmöglichkeiten sowohl für Schülerinnen und Schüler als auch für Lehrende vorstellen. Die Wanderausstellung wurde erstmalig im Rahmen der didacta 2009 in Hannover vorgestellt.
Sie wandert seit der didacta durch Deutschland und ist in Schulen, Museen, auf Kongressen, in Gemeindezentren oder auf Jugendtagen zu sehen. Ihre Ausleihe ist kostenlos. Die Transport- und Aufbaukosten fallen je nach Ausstellungsort und Eigenbeteiligung unterschiedlich aus. Mehr Informationen und sämtliche Kontaktdaten gibt es unter: www.Achtung-in-der-Schule.de.
Download
- Zum Umgang mit Bullying und Cyberbullying - eine Handreichung für Lehrerinnen und Lehrer im Bundesland
Bremen
in der Schule, Hrsg. Unfallkasse Bremen
(PDF, 8 MB) - Informationen zur Gewaltprävention
(PDF, 2 MB) - Flyer: 8ung in
der Schule
(PDF, 363 kB) - Beiblatt zur Ausstellung
(PDF, 42 kB) - Literaturstudie "BGAG-Report 1/2009": Maßnahmen zur Prävention von Gewalt an Schulen (pdf, 4 MB)

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