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Dr. Thomas Kohstall
Institut Arbeit und Gesundheit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IAG)
Tel. 0351 457-1100
Qualität in der Prävention (QdP)
"Qualität in der Prävention" wissenschaftlich untersucht
Wirksame und nachhaltige Prävention reduziert Unfälle, Berufskrankheiten und arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren in
den Betrieben. Gesundheit und Sicherheit bei der Arbeit sollen gewährleistet und ein Teil der finanziellen Aufwendungen
für Behandlungen bei Berufskrankheiten und Arbeitsunfällen, Rehabilitation und Rentenleistungen verringert werden.
Das Forschungsprojekt "Qualität in der Prävention" lief von 2004 bis 2008 mit dem Ziel, die Wirksamkeit und
Wirtschaftlichkeit der Präventionsdienstleistungen der Unfallversicherungsträger zu ermitteln. Dabei stellten sich
zentrale Fragen: Welche Indikatoren eignen sich zur Bewertung der Wirksamkeit der Präventionsdienstleistungen der
Unfallversicherungsträger? Wie wirksam sind Präventionsdienstleistungen wie Beratung, Information, Ermittlung und
Überwachung? Wie beeinflussen sich einzelne Präventionsdienstleistungen gegenseitig? Wie kann die Qualität verbessert
werden?
Das Projekt ging dabei von der später bestätigten Arbeitshypothese aus „Je höher die Struktur-, Prozess- und
Ergebnisqualität in der Präventionsarbeit der Unfallversicherungsträger ist, desto besser wirken die
Präventionsmaßnahmen in den Unternehmen“.
So wurde unter anderem die Qualität von Schulungsmaßnahmen und der Transfer der Qualifizierungsmaßnahmen in die
Unternehmen untersucht: Seminare führen demnach zu einem deutlichen Kenntniszuwachs und die vermittelten Vorschläge
werden nachhaltig in den Betrieben umgesetzt. Eine hohe Motivation der Teilnehmer sowie ein positives Innovationsklima
im Unternehmen begünstigen den Transfererfolg zusätzlich. Die Synergien von Produktberatung, Prüfung, Zertifizierung
und Normung als wirksame Steuerungsinstrumente für die Sicherheit technischer Arbeitsmittel in den Unternehmen konnten
ebenfalls belegt werden.
Für Information und Kommunikation in der Prävention gilt: Bei allen Publikationen sind Ziele und Zielgruppen bei der
Konzeption noch klarer zu definieren. Jüngste Präventionsdienstleistung sind „Anreizsysteme“: Dabei sind
finanzielle Anreizsysteme für Großbetriebe sehr attraktiv und damit im Sinne der Prävention wirksam, für kleine
Unternehmen hingegen sind sie wegen seltener Unfälle und Berufskrankheiten kaum wirksam. Nicht-finanzielle
Anreizsysteme wie Förderpreise und Ideenwettbewerbe sind für alle Branchen und Unternehmensgrößen einsetzbar und
wirksam.
Erwartete Ergebnisse
Der Transfer von Ergebnissen der Qualitätsforschung auf die Prävention soll zu einem optimierten Einsatz von
personellen und finanziellen Ressourcen der gesetzlichen Unfallversicherung beitragen und darlegen, wie sich
Arbeitsschutz auch betriebswirtschaftlichen vorteilhaft auswirkt.
Die Abschlussergebnisse des Forschungsprojekts, das Ende 2008 abgeschlossen wurde, liegen vor.
Näheres zum Projekt Qualität in der Prävention und Abschlussergebnisse

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