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SRS Fleischerei

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Fleischerei-BG
Prävention
55127 Mainz


Kleine Ursache - große Wirkung - Aktion der Fleischerei-Berufsgenossenschaft gegen Stolper-, Rutsch- und Sturz-Unfälle

Ausgangslage
Noch im Jahre 1999 wurden bei der Fleischerei-Berufsgenossenschaft (FBG) 156 neue Unfallrenten in der Folge von Stolper-, Rutsch- und Sturz-Unfällen (SRS) festgestellt, das heißt jeder zweite rentenpflichtige Unfall wurde durch Stolpern, Rutschen und Stürzen verursacht. Bei den meldepflichtigen Unfällen betrug der Anteil 9%. Dies führte zu langen Ausfallzeiten und hohen Kosten in den Betrieben. Im Jahr 2000 startete die FBG eine Aktion zur Verhütung von Unfällen, die im Stolpern, Rutschen und Stürzen ihre Ursache hatten.

Vorausgegangen waren eingehende Untersuchungen des Unfallgeschehens sowohl in den Handwerks- als auch in den Industriebetrieben. Dabei wurde festgestellt, dass es erhebliche Defizite in den Bereichen Technik, Organisation und Verhalten gab. Mit einer neuen Untersuchungsmethode wurde das tatsächliche Stolper-, Rutsch- und Sturz-Unfallrisiko bestimmter Personengruppen ermittelt. Messtechnisch wurde nachgewiesen, dass Mitarbeiter bis zu 20% ihrer Arbeitszeit im Betrieb "unterwegs" und damit dem Risiko ausgesetzt waren, zu stolpern, auszurutschen oder zu stürzen.

Präventionsaktivitäten
In einer gut zweijährigen Schwerpunktaktion wurden Stolper-, Rutsch- und Sturzunfälle in besonderem Maße in den Mitgliedsbetrieben, auf 135 Innungsversammlungen, Messen sowie in der Fachpresse thematisiert. Plakate, Aufkleber und T-Shirts wurden mit dem Leitspruch "Kleine Ursache - große Wirkung" versehen und dienten der Aktion damit als Werbeträger. Ergänzend wurden konkrete Hilfestellungen gegeben, wie in den Betrieben das Unfallrisiko gesenkt werden kann. Unternehmer in kleineren Betrieben, Sicherheitsfachkräfte, Sicherheitsbeauftragte und Betriebsräte in Großbetrieben haben sich von der Dringlichkeit des Themas überzeugen lassen und anschließend in ihren Betrieben wirksame Maßnahmen umgesetzt und Aktionen zu diesem Thema veranstaltet.

Ergebnisse und Nutzen
Erfreulich viele Betriebe haben sich an der Aktion beteiligt und so zum Gelingen der Aktion beigetragen. Die Zahl der Renten, die auf Stolper-, Rutsch- und Sturzunfälle zurückzuführen sind, sank innerhalb von drei Jahren um 61%, d.h. im Jahr 2002 gab es nur noch 61 neue Unfallrenten aufgrund von Stolper-, Rutsch- und Sturzunfällen.

Insgesamt haben sich die meldepflichtigen Stolper-, Rutsch- und Sturzunfälle von 3000 auf 2300 Unfälle pro Jahr verringert.

Das wirkt sich positiv auf die Fehlzeiten in den Betrieben aus und trägt somit ent-scheidend zum wirtschaftlichen Erfolg der Unternehmen bei.

Die Kampagne der FBG stand gleichzeitig Pate für die "Aktion: Sicherer Auftritt", die derzeit von allen Berufsgenossenschaften gemeinsam durchgeführt wird.