IFA-Zertifizierungsstelle für QS-Systeme

im Sinne des Artikels 11B der EG-Richtlinie für Persönliche Schutzausrüstungen (89/686/EWG)

Erläuterung der Anforderungen an ein QS-System, Bild: IFA

Erläuterung der Anforderungen an ein QS-System, Bild: IFA

Abbildung des Logos

DGUV Test-Logo für Qualitätsmanagementsysteme nach Richtlinie 89/686/EWG

Nach der europäischen Richtlinie 89/686/EG müssen persönliche Schutzausrüstungen (PSA), die gegen tödliche Gefahren oder ernste und irreversible Gesundheitsschäden schützen (Zertifizierungskategorie 3) und für den europäischen Binnenmarkt bestimmt sind, einer Baumusterprüfung unterzogen werden; darüber hinaus müssen auch Überwachungsmaßnahmen durchgeführt werden. Nach Artikel 11 dieser Richtlinie sind zwei alternative Verfahren vorgesehen, zwischen denen sich der Hersteller der PSA entscheiden kann:

  1. EG-Qualitätssicherung für das Endprodukt (gemäß Artikel 11A):
    Dabei wird eine sich mindestens jährlich wiederholende, repräsentative Stichprobenprüfung des in Serie gefertigten Produktes durch eine im europäischen Wirtschaftsraum notifizierte Stelle durchgeführt.
  2. EG-Qualitätssicherungssystem mit Überwachung (gemäß Artikel 11B):
    Hierbei wird ein vom PSA-Hersteller etabliertes Qualitätssicherungssystem (QS-System) durch eine von der Europäischen Kommission benannte Stelle einer regelmäßigen Überwachung in Form einer Auditierung unterzogen. Hat ein Hersteller sein Qualitätssicherungssystem bereits gemäß DIN EN ISO 9001zertifizieren lassen, konzentriert sich die Begutachtung auf spezifische Anforderungen, die im Wesentlichen mit der Herstellung des Produktes in Zusammenhang stehen

Nach der Erstauditierung - dem sogenannten Zertifizierungsaudit - folgen im jährlichen Abstand zwei Überwachungsaudits, bevor nach drei Jahren das Wiederholungsaudit durchgeführt wird. Umfang und Kosten hängen u.a. von der Integrität des QS-Systems, der Größe des Unternehmens, der Produktvielfalt und dem Reiseaufwand der Auditoren ab.

Die Auditierung, wird von einem Expertenteam, bestehend aus einem Experten für QS-Systeme (QS-Auditor) und einem Experten für das jeweilige Sachgebiet vorgenommen. Das Ergebnis wird in einem Auditbericht dokumentiert und enthält im positiven Falle eine Empfehlung zur Ausstellung eines Zertifikates durch eine notifizierte Stelle.

Das IFA ist von der Kommission der Europäischen Union unter der Kennummer 0121 notifiziert (PDF, 321 kB) und autorisiert, Qualitätssicherungssysteme nach Artikel 11B der Richtlinie 89/686/EG zu auditieren und zu zertifizieren. Firmen, deren QS-System vom IFA zertifiziert wurde, erhalten die Berechtigung, mit einem Logo dafür zu werben.

Weitere Informationen

zu Qualitätsmanagementsystemen bei DGUV Test - Prüf- und Zertifizierungssystem der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung