IFA-Prüf- und Zertifizierungsstelle für Persönliche Schutzausrüstungen im Sinne der EG-Richtlinie 89/686/EWG

Kapselgehörschützer in der Prüfung

Praxisnahe Biegeprüfung der Kopfbügel von Kapselgehörschützern
Bild: IFA

Nahezu sämtliche im Europäischen Binnenmarkt angebotenen Persönlichen Schutzausrüstungen (PSA)  müssen entsprechend den marktharmonisierenden Regelungen der EU-PSA-Richtlinie 89/686/EWG von einer notifizierten Stelle zertifiziert werden. Das IFA wurde bei der Kommission der Europäischen Union notifiziert und unter der Kennnummer 0121 registriert. Von der Zertifizierungspflicht ausgenommen sind sehr einfache Produkte wie z. B. Spül- und Gartenhandschuhe.

Nur bei Vorliegen einer EG-Baumusterprüfbescheinigung nach der genannten Richtlinie hat der Hersteller/Anbieter einer PSA das Recht (und die Pflicht), das CE-Zeichen auf seinem Produkt anzubringen.

Mit dem CE-Zeichen erklärt der Hersteller/Anbieter die Erfüllung sämtlicher Sicherheitsanforderungen des Anhanges II der PSA-Richtlinie (Konformitätserklärung). Handelt es sich dabei um PSA, die gegen tödliche Gefahren oder ernste und irreversible Gesundheitsschäden schützen (nächste Stufe, Kategorie III), so wird dem CE-Zeichen die Registrierungsnummer der notifizierten Stelle angefügt, die zusätzlich zur einmaligen Produktzertifizierung die laufende Fertigung des Herstellers überwacht (für das IFA: CE 0121).

Der Zertifizierung von PSA gehen umfangreiche Material-, Gestaltungs- und Funktionsprüfungen in spezialisierten Labors voraus, die in den meisten Fällen in Europäischen Normen festgelegt wurden. Die Entwicklung sachgerechter Prüfverfahren für PSA erfordert umfangreiche Erfahrungen aus der täglichen praktischen Anwendung an einer Vielzahl unterschiedlicher Arbeitsplätze - eine Voraussetzung, die das IFA als vielseitiges Beratungsinstitut der Träger der gesetzlichen Unfallversicherung in besonderer Weise erfüllt.

Aus der Befugniserteilung der Zentralstelle der Länder für Sicherheitstechnik (ZLS) und deren Anlage, die eingesehen werden können, geht die Kompetenz der IFA-Prüfstelle hervor.

Neue Akkreditierung

SAI Global hat das IFA (früher BGIA) als Prüflabor für filternden Atemschutz nach der australischen Norm AS/NZS 1716:2003 anerkannt. Geprüfte Produkte können nun auch Prüfberichte nach dieser Norm erhalten.