Trockenbearbeitung

Bohrer

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Bild: steven, fotolia

Bei der Trockenbearbeitung wird vollkommen auf den Einsatz von Kühlschmierstoffen (KSS) verzichtet. In der Regel wird die Trockenbearbeitung bei Verfahren angewendet, die keine hohen Anforderungen an die Oberflächengüte stellen.

Wird die Trockenbearbeitung als Ersatz für eine konventionelle Bearbeitung angewendet, sind die Verfahrensparameter anzupassen. Um das Kühlen überflüssig zu machen, werden bei der Trockenbearbeitung hohe Bearbeitungsgeschwindigkeiten und/oder kurze Spanformen verwendet. So kann der Wärmeeintrag in das Werkstück verringert werden. Gleichzeitig müssen Maßnahmen getroffen werden, um die Wärmeausdehnung des Maschinenkörpers (z. B. Reaktionsharzbeton, elektronische Temperaturkompensation) zu reduzieren.

Neuartige Schneidstoffe und Werkzeugbeschichtungen wie z. B. Keramik, warmverschleißfeste Hartmetalle, kubisches Bornitrid (CBN) und Diamant benötigen keine Schmierung.

Die Späneabfuhr kann durch die Ausnutzung der Schwerkraft in Schrägbettmaschinen und bei hängenden Werkstücken gewährleistet werden. Unerlässlich sind hier möglichst glatte Oberflächen. Der Maschineninnenraum sowie die Werkzeuge müssen bei der Trockenbearbeitung regelmäßig gereinigt werden. Dies kann z. B. durch eine integrierte Maschinenreinigung erfolgen.

Als zusätzliche Gefährdung muss bei der Trockenbearbeitung die Entstehung von Stäuben berücksichtigt werden.

Kontakt:

Portal Kühlschmierstoffe

Fachbereich 3: Gefahrstoffe: Umgang - Schutzmaßnahmen