Kühlwirkung

Schmelzender Eiswürfel

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Eiswürfel
Bild: losw, fotolia

Als Kühlwirkung wird die Fähigkeit eines Kühlschmierstoffes bezeichnet, die bei Zerspanungs- und Umformungsverfahren entstehende Wärme abzuführen. Sie ist abhängig von der spezifischen Wärmekapazität, der Wärmeleitfähigkeit und der Verdampfungswärme des Kühlschmierstoffes. In der Tabelle sind die physikalischen Eigenschaften von Wasser (Hauptbestandteil von wassergemischten Kühlschmierstoffen) denjenigen eines Mineralöls gegenübergestellt.

Tabelle: Physikalische Eigenschaften von Wasser im Vergleich zu einem Mineralöl (nach VDI 3397-1)
Physikalische Eigenschaften Wasser
Mineralöl
Spezifische Wärmekapazität circa 4,2 J/gK circa 1,9 J/gK
Wärmeleitfähigkeit circa 0,6 W/mK circa 0,1 W/mK
Verdampfungswärme
bei 40 °C
circa 2.300 J/g circa 200 J/g

Die Kühlwirkung wassergemischter Kühlschmierstoffe ist also generell besser als diejenige von nichtwassermischbaren Kühlschmierstoffen. Lösungen eignen sich besser zur Kühlung als Emulsionen.

Bei nichtwassermischbaren Kühlschmierstoffen wird die Kühlwirkung hauptsächlich von der Viskosität des Basisöls bestimmt. Die Kühlwirkung nimmt dabei mit zunehmender Viskosität ab.

Literatur/Informationen/Links

VDI 3397-1 "Kühlschmierstoffe für spanende und umformende Fertigungsverfahren"

Kontakt:

Portal Kühlschmierstoffe

Fachbereich 3: Gefahrstoffe: Umgang - Schutzmaßnahmen