Gepoolte Analyse von bevölkerungsbasierten Fall-Kontroll-Studien zur Untersuchung der Synkanzerogenese von krebserzeugenden Stoffen am Arbeitsplatz

Projekt-Nr. IPA 52

Status:

laufend

Zielsetzung:

Für die Entschädigung von beruflich verursachten Krebserkrankungen werden die beruflichen Expositionen im Rahmen des Berufskrankheitenverfahrens meist nur monokausal bewertet. Dabei wird für jeden Stoff einzeln geprüft, ob er als mögliche Ursache für die Krebserkrankung in Frage kommt. An vielen Arbeitsplätzen findet man jedoch Mischexpositionen wie beispielsweise Asbest und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, Quarz und Strahlung oder Chrom und Nickel. Inwieweit Gefahrstoffe bei der Krebsentstehung zusammenwirken, ist bisher nur unzureichend untersucht. Das Ziel von SYNERGY ist die systematische Untersuchung von Kombinationswirkungen beruflicher Expositionen bei der Entstehung von Lungenkrebs durch eine gepoolte statistische Analyse geeigneter epidemiologischer Studien.

Aktivitäten/Methoden:

Für die gepoolte Analyse werden die Originaldaten von verschiedenen europäischen Lungenkrebsstudien zusammengeführt. Des Weiteren sollen vorhandene Expositionsdaten zusammengestellt und auf deren Basis eine Job-Expositions-Matrix (JEM) entwickelt werden. Die JEM ermöglicht für die Berufsbiografien eine quantitative Abschätzung der Exposition gegenüber den ausgewählten Gefahrstoffen. Für die Untersuchung der Kombinationswirkungen sollen verschiedene Expositionsmetriken (kumulative Maße, mittlere Konzentrationen oder Spitzenbelastungen) und Modelle unter Einbeziehung von Rauchen und verschiedenen Latenzzeiten betrachtet werden.

Stand:

12.01.2017

Projekt

Gefördert durch:
  • Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e. V. (DGUV)
Projektdurchführung:
  • Institut für Prävention und Arbeitsmedizin der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung - Institut der Ruhr-Universität Bochum (IPA)
  • International Agency for Research on Cancer
  • Institut für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie der Universität Essen
  • Bremer Institut für Präventionsforschung und Sozialmedizin (BIPS)
  • GSF-Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit GmbH
  • Unit of Cancer Epidemiology Department of Human Oncology and Center for Oncologic Prevention University of Turin
  • Department of Occupational Health Karolinska University
  • Environmental and Occupational Health Division Institute for Risk Assessment Sciences, University of Utrecht
  • Institut für Gefahrstoff-Forschung der Bergbau-Berufsgenossenschaft (IGF)
Branche(n):

-branchenübergreifend-

Gefährdungsart(en):

Arbeitsbedingte Erkrankungen, Arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren, Gefahrstoffe

Schlagworte:

Arbeitsumwelt (Belastungen, Gefährdungen, Expositionen, Risiken), Prävention

Weitere Schlagworte zum Projekt:

Berufskrankheit, krebserzeugende Stoffe, Synkanzerogenese

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