Ermittlung der Messunsicherheit bei Arbeitplatzmessungen für Hand-Arm-Vibration

Projekt-Nr. IFA 4193

Status:

laufend

Zielsetzung:

Zur Beurteilung der Zuverlässigkeit von Messergebnissen ist die Ermittlung der Messunsicherheit notwendig. Um eine Aussage über die Qualität der Messergebnisse von unterschiedlichen Messstellen zu erlangen, ist besonders bei der Einspeisung in Datenbanken die Eingabe der Messunsicherheit erforderlich. Ebenso wird die Messunsicherheit für die Validierung von Gefährdungsanalysen und für Vibrationsminderungsprognosen und -programme benötigt. Da eine direkte Anwendung der DIN EN V 13005 (GUM) mit vertretbarem Aufwand nicht möglich ist, wurde vom Beirat des "Normenausschuss Akustik, Lärmminderung und Schwingungstechnik - NALS" für die Sachgebiete Lärm und Vibration die Erarbeitung eines Leitfadens begonnen. Für den Bereich der schwingungstechnischen Größen ist der Kenntnisstand noch sehr gering. Es fehlen die Einflussfaktoren der Unsicherheitsquellen, die nur experimentell durch Vergleichsmessungen ermittelt werden können. Ziel des Projektes ist die Ermittlung praxistauglicher Werte für die Messstellenunsicherheit, mit deren Hilfe die Ungenauigkeit der Arbeitsplatzmessungen bestimmt werden kann.

Aktivitäten/Methoden:

Das Projekt soll gemeinsam vom IFA mit dem IAG durchgeführt werden. Als Unterstützung für den Teil des unabhängigen Beobachters sowie der neutralen Auswertung ist das Institut für Eignungsprüfung IfEP, Marl, vorgesehen. Zur Ermittlung der Einflussparameter sind Messungen am gleichen Arbeitsplatz mit gleichen Arbeitsgeräten und gleichen Versuchspersonen von unterschiedlichen Messstellen (d. h. ein Ringversuch am Arbeitsplatz) vorgesehen. Da einem Betrieb diese Belastung nicht zugemutet werden kann, soll der Arbeitsplatz im Praxisfeld des IAG aufgebaut werden. Dazu sind mindestens zwei erfahrene Versuchspersonen mit drei unterschiedlichen Arbeitsgeräten (schlagend, drehend, pneumatisch und elektrisch) vorgesehen. Die Messungen erfolgen von den Messstellen an verschiedenen Tagen völlig voneinander getrennt, jedoch mit neutralem Beobachter. Die beteiligten Messstellen sollen die Bereiche der Unfallversicherungsträger, Prüfstellen, Institute, Ingenieurbüros und Ländermessstellen abdecken.

Stand:

02.04.2013

Projekt

Gefördert durch:
  • Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e. V. (DGUV)
Projektdurchführung:
  • Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA)
  • Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI)
  • Berufsgenossenschaft Holz und Metall (BGHM)
  • Normenausschuss Akustik
  • Lärmminderung und Schwingungstechnik (NALS)
  • Ing.-Büro Grillmeister
Branche(n):

-branchenübergreifend-

Gefährdungsart(en):

Lärm/Vibrationen

Schlagworte:

Belastung

Weitere Schlagworte zum Projekt:

Messunsicherheit, Hand-Arm-Vibration, Gefährdungsbeurteilung, Normung, Prävention

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