Nanostrukturierte Materialien - Gruppierung hinsichtlich Arbeits-, Verbraucher- und Umweltschutz und Risikominimierung

Projekt-Nr. IFA 3143

Status:

laufend

Zielsetzung:

Die Einsatzfelder von Nanomaterial werden immer vielfältiger: Von Auto- oder Flugzeugbau über Kosmetika und Textilien bis hin zu Haushaltswaren. Im kürzlich gestarteten Projekt "nanoGRAVUR" wird ein Konsortium aus Forschungseinrichtungen, Behörden und der Industrie nanostrukturierte Materialien gruppieren, um Maßnahmen des Arbeits-, Verbraucher- und Umweltschutzes sowie der Risikominimierung übersichtlich und effizient zu gestaltet. Die Gruppierung soll eine praktikable Expositionsabschätzung bei Tätigkeiten mit Nanomaterialien ermöglichen und die Gefährdungsbeurteilung vereinfachen. Dies wird sich auf die praktische Arbeit bei den Präventionsaktivitäten der Unfallversicherungsträger positiv auswirken.

Aktivitäten/Methoden:

Die DGUV beteiligt sich im Projekt nanoGRAVUR durch das Referat "Expositionsbewertung" des Instituts für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA) direkt an drei von vier Themenblöcken. Die Themenblöcke mit IFA-Beteiligung befassen sich mit

  1. der theoretischen Ableitung von Kriterien und Werkzeugen für die Eigenschaftsgruppierung von Nanomaterialien
  2. der Beurteilung der Gruppierungen zum Schutz von Mensch und Umwelt sowie der Beschreibung schutzgutübergreifender Gruppierungsprinzipien
  3. der Testung der Eigenschaftsgruppierung von Nanomaterialien
In den einzelnen Arbeitsschritten werden die Ergebnisse aus Literaturstudien evaluiert und Kriterien und Klassifizierungsstrategien für Nanomaterialien daraufhin beurteilt, ob diese für eine praktikable Expositionsabschätzung geeignet sind. Auch wird überprüft, ob Expositionsszenarien für Arbeitsplätze nach dem Control-Banding-Ansatz (u. a. einfaches Maßnahmenkonzept, Stoffmanager) zusammengefasst werden können.

Stand:

13.04.2017

Projekt

Gefördert durch:
  • Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e. V. (DGUV)
  • Bundesministerium für Bildung und Forschung
Projektdurchführung:
  • Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA)
  • Institut für Gefahrstoffforschung der BGRCI
Branche(n):

-branchenübergreifend-

Gefährdungsart(en):

Gefährdungsübergreifende Fragestellungen

Schlagworte:

Chemische Arbeitsstoffe, Exposition, Risikoabschätzung

Weitere Schlagworte zum Projekt:

Nanomaterialien, Umwelt, Arbeitsplatz, Emission, Exposition, Gefährdungspotenzial

Kontakt

Weitere Informationen