iga-Stressregulierung als Primärprävention bei Auszubildenden zum Notfallsanitäter

Projekt-Nr. IAG null

Status:

abgeschlossen 12/2016

Zielsetzung:

Die Kompetenz zur Stressregulierung ist besonders bedeutsam bei Berufsgruppen, welche hohen emotionalen Belastungen bei der Arbeit ausgesetzt sind. Deshalb ist es sinnvoll, die Kompetenzen zur Stressregulierung bereits im Ausbildungsberuf zu verankern. Zu Berufsgruppen mit hohen emotionalen Belastungen gehören u .a. die Beschäftigten bei Rettungsdiensten. Das Ziel des Projektes war es, die Vermittlung emotionaler Kompetenzen über eine standardisierte Intervention - das "Training emotionaler Kompetenzen" (TEK) - im Rahmen der Weiterbildung der Rettungsstellenleiter, Praxisanleiter und Lehrrettungsassistenten sowie während der Ausbildung zum Notfallsanitäter zu integrieren. Dadurch sollten Personen beim Umgang mit stressauslösenden Situationen bereits in der theoretischen Ausbildung vorbereitet und begleitet werden, mit dem Ziel, arbeitsbedingte psychische Fehlbelastungen zu reduzieren.

Aktivitäten/Methoden:

Über den Zeitraum von drei Jahren sollte in neu startenden Ausbildungsklassen des DRK-Bildungswerkes Sachsen in einem Warte-Kontrollgruppen-Design die Wirksamkeit des Trainings emotionaler Kompetenzen als integrativer Bestandteil des Ausbildungsberufs untersucht werden. 47 Auszubildende (28 in der Trainingsgruppe, 19 in der Kontrollgruppe) haben Fragebögen über die Zufriedenheit in der Ausbildung, den Transfer in die berufliche Praxis und die Trainingswirksamkeit (Wohlbefinden, Depression und Angst) bearbeitet. Zusätzlich wurde die Herzfrequenzvariabilität (HRV) gemessen.

Ergebnisse:

Die Gesamtzufriedenheit mit dem Training war sehr hoch und über 50 % der Auszubildenden berichteten über eine zufriedenstellende (erwartete) Übertragung in die alltägliche berufliche Praxis. Es konnte nach dem Training keine signifikante Verbesserung der psychologischen Variablen festgestellt werden, aber eine signifikante Erhöhung der HRV. Das DRK-Bildungswerk Sachsen hat infolge des erfolgreichen Projektes entschieden, das TEK auch über das Projektende hinaus in das Ausbildungscurriculum zu integrieren und dies durch externe, qualifizierte Trainer durchführen zu lassen.

Stand:

19.09.2017

Projekt

Gefördert durch:
  • Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e. V. (DGUV) im Rahmen der Initiative Gesundheit und Arbeit (iga)
Projektdurchführung:
  • Institut für Arbeit und Gesundheit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IAG)
Branche(n):

Gesundheitswesen

Gefährdungsart(en):

Qualifizierung/Aus- und Weiterbildung, Psychische Fehlbelastungen

Schlagworte:

Prävention, Psychische Beanspruchung/Belastung, Stress

Weitere Schlagworte zum Projekt:

Stressprävention, psychische Belastung, Training emotionaler Kompetenzen (TEK)

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