Genexpressions-Analyse neurogener heterotoper Ossifikation aus dem Hüftgelenksbereich bei Querschnittslähmung mittels Microarray-Technologie

Projekt-Nr. FF-FR 0250

Status:

laufend

Zielsetzung:

Die neurogene heterotope Ossifikation (NHO) ist eine gefürchtete Komplikation nach einem Querschnitttrauma. Hierbei handelt es sich um eine fortschreitende Verknöcherung des gelenkumgebenden Gewebes. Mit etwa 97 % ist das Hüftgelenk am häufigsten betroffen, was ohne adäquate Behandlung zu einer kompletten Bewegungseinschränkung des betroffenen Gelenkes führt. Die derzeitige Behandlung besteht in der Verabreichung von nichtsteroidalen Antirheumatika, Bestrahlung des betroffenen Gebietes und operativen Entfernung der krankhaften Verknöcherung. Dennoch kommt es nicht selten zu Rezidiven. Trotz zahlreicher In-vitro- oder tierexperimenteller Untersuchungen ist die Pathogenese weiterhin nicht komplett entschlüsselt und dementsprechend eine gezielte Therapie noch nicht vorhanden.

Aktivitäten/Methoden:

Als Vorarbeit gelang es, Gewebeproben durch eine Feinnadelbiopsie von zehn Probanden mit einer anfänglichen NHO, jeweils aus betroffenem und nicht betroffenem Gewebe zu gewinnen. Diese Proben sollen nun im hauseigenen Labor für chirurgische Forschung weiter aufgearbeitet und mittels einer Microarray-GenChip-Analyse von einer zertifizierten externen Firma (ATLAS Biolabs GmbH Berlin) hinsichtlich Genexpression untersucht werden.

Die Auswertung der großen Datenmengen sowie Korrelationen zur Gewebshistologie und klinisch-chemischen Parametern werden anschließend in der Abteilung für Rückenmarksverletzte erfolgen.

Stand:

14.09.2016

Projekt

Gefördert durch:
  • Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e. V. (DGUV)
Projektdurchführung:
  • Berufsgenossenschaftliches Universitätsklinikum Bergmannsheil gGmbH Bochum
Branche(n):

-branchenübergreifend-

Gefährdungsart(en):

-Verschiedenes-

Schlagworte:

Rehabilitation

Weitere Schlagworte zum Projekt:

Genexpression, Ossifikation, Hüftgelenk, Querschnittgelähmte, Microarray