Evaluation einer physiotherapeutisch/biomechanischen Indikationsprüfung für mikroprozessgesteuerte Prothesenpassteile der unteren Extremität

Projekt-Nr. FF-FR 0218

Status:

laufend

Zielsetzung:

Aufgabe einer objektiven physiotherapeutisch/biomechanischen Indikationsprüfung ist die zuverlässige Feststellung des "funktionellen Zugewinns" durch eine neue Prothesenversorgung mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln.

Zur zuverlässigen Objektivierung kann die instrumentelle Ganganalyse genutzt werden. Diese stellt allerdings ein finanziell und personell aufwendiges Verfahren dar, welches nicht als standardisierte Methode mit weit verbreiteter Anwendung zur Verfügung stehen kann. Ziel dieses Forschungsvorhabens ist es ein vereinfachtes Testverfahren zu entwickeln, welches die Kriterien des funktionellen Zugewinns valide bewerten kann. Dabei soll auf standardisierte physiotherapeutische Untersuchungen in der Gehschule zurückgegriffen werden. Auf methodisch aufwändige Prüfverfahren soll bewusst verzichtet werden. Das vereinfachte Testverfahren soll in ein verallgemeinertes Prüfverfahren zur Indikationsstellung des funktionellen Zugewinns nach Beinprothesenversorgung münden.

Um dieses Testverfahren zu entwickeln und zu evaluieren, sollen die Kriterien des funktionellen Zugewinns unter Verwendung der Messmethoden im Ganglabor, der Testung in der Gehschule, der klinischen Beobachtung und der subjektiven Einschätzung des Patienten miteinander verglichen und korreliert werden.

Aktivitäten/Methoden:

Eingeschlossen werden n=70 Patienten mit einer Oberschenkelamputation, bzw. nach Knieexartikulation, welche eine Umstellung ihres bisherigen Kniegelenk-Passteils auf ein aktuelleres mikroprozessorgesteuertes Gelenk wünschen. Der Ablauf der Messungen und Untersuchungen unterliegt dabei einem festen Schema, welches einen Zeitrahmen von fünf Tagen (Montag bis Freitag) verfolgt.

Am ersten Testtag werden die Analysen mit dem bisherigen Passteil in der Physiotherapie und im Ganglabor mit Hilfe der instrumentierten Bewegungsanalyse vorgenommen (Referenzmessung), um im Anschluss den Umbau auf das neue Passteil durch die Orthopädietechnik zu starten. Ist der Umbau erfolgt, beginnt schließlich die Eingewöhnungs- und Trainingsphase mit dem neuen Kniegelenkssystem (Tag 2-4). Am letzten Testtag erfolgt schließlich die Vergleichsevaluation mit dem neuen Passteil durch eine ärztliche, physiotherapeutische und biomechanische Beurteilung des Funktionsgewinns.

Stand:

31.03.2014

Projekt

Gefördert durch:
  • Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e. V. (DGUV)
Projektdurchführung:
  • Berufsgenossenschaftl. Verein für Heilbehandlung Murnau e.V.
Branche(n):

-branchenübergreifend-

Gefährdungsart(en):

-Verschiedenes-

Schlagworte:

Rehabilitation

Weitere Schlagworte zum Projekt:

Indikationsprüfung, Prothesen