Prospektive Untersuchung zur Versorgung und Outcome von Patienten mit Schädel-Hirn-Traumen in berufsgenossenschaftlichen Kliniken

Projekt-Nr. FF-FR 0216

Status:

laufend

Zielsetzung:

Das Projekt untergliedert sich in ein epidemiologisches Basisprojekt "SHT-Register" und ein Teilprojekt "leichtes SHT". Im Rahmen des Basisprojektes sollen in den beteiligten BG-Kliniken alle Patienten, die im Zeitraum zwischen dem 01.10.2014 und 30.09.2015 neu in diesen Kliniken diagnostiziert und behandelt werden, prospektiv dokumentiert und über ein Jahr nachverfolgt werden. Dabei soll zunächst der Ist-Zustand der Versorgung von SHT-Patienten in den beteiligten Kliniken beschrieben werden und mit den Ergebnissen einer 2000/2001 in den Regionen Hannover und Münster durchgeführten Studie verglichen werden. Daneben sollen durch die systematische Nachverfolgung der Patienten das Outcome erfasst und Risikofaktoren identifiziert werden, welche einen negativen Verlauf begünstigen. Im Rahmen des Teilprojektes soll in einer Untergruppe von Patienten mit leichtem SHT die Häufigkeit von neuropsychologischen Auffälligkeiten und ihre Dynamik im zeitlichen Verlauf untersucht werden. Daneben soll die Wertigkeit neuer MRT-Techniken (insbesondere DTI) als Prognoseparameter evaluiert werden.

Aktivitäten/Methoden:

Im Rahmen des Basisprojektes werden alle SHT-Patienten, die im Zeitraum zwischen dem 01.10.2014 und 30.09.2015 neu in den beteiligten Kliniken diagnostiziert werden, prospektiv dokumentiert. Dazu werden drei standardisierte Dokumentationsbögen verwendet. Im "Initialbogen" erfolgt die Dokumentation der präklinischen Versorgung und Erstversorgung bei Eintreffen in der Klinik, im "Akutbogen" die Dokumentation der stationären Akutbehandlung. Mittels eines "Rehabogens" wird (falls zutreffend) eine sich anschließende Rehabilitationsbehandlung dokumentiert. Nach drei und zwölf Monaten erfolgt ein standardisiertes Telefoninterview, um das Outcome der Patienten zu erfassen. Im Teilprojekt wird eine Subgruppe von 100 Patienten mit leichtem SHT innerhalb der ersten Woche nach Trauma neurologisch, MR-tomographisch und elektroenzephalographisch untersucht. Nachuntersuchungen, bei denen zusätzlich noch eine ausführliche neuropsychologische Untersuchung stattfindet, erfolgen nach drei und zwölf Monaten.

Stand:

29.10.2014

Projekt

Gefördert durch:
  • Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e. V. (DGUV)
Projektdurchführung:
  • BG Universitätsklinikum Bochum
Branche(n):

-branchenübergreifend-

Gefährdungsart(en):

-Verschiedenes-

Schlagworte:

Rehabilitation

Weitere Schlagworte zum Projekt:

Schädel-Hirn-Trauma, SHT