Seilunterstütztes Retten und Bergen in Höhen und Tiefen

Projekt-Nr. FF-FP 0223

Status:

abgeschlossen 09/2006

Zielsetzung:

Retten/Bergen von hilflosen Personen aus Höhen und Tiefen - z. B. immobilisierten Aufzügen und Seilbahnen - mit Seiltechniken ist mit hohen Gefährdungen und Belastungen verbunden. Durch Optimierung von Organisation, Verfahren und Technik sollten diese Risiken minimiert werden.

Aktivitäten/Methoden:

Gefährdungsanalyse, arbeitswissenschaftliche Gestaltung, Ausarbeitung eines Arbeitssicherheits- und Gesundheitsschutz-Konzeptes mit ganzheitlicher Gestaltung von Ab-/Aufseil- und Sicherungstechnik einschließlich Rettungs-/Bergetechnik, Arbeitsverfahren einschließlich Organisation und Qualifizierung.

Ergebnisse:

Es wurden für die derzeit typischen Rettungs- und Bergeprozesse Standardprozesse entwickelt und in ihren Gültigkeitsbereichen definiert. Für eine Bewertung aller seilunterstützten Tätigkeiten entstand ein Verfahren zur Gefährdungsanalyse. Zusätzlich wurde für den Einsatz eine Risikoanalyse entwickelt auf deren Basis die geeigneten Rettungskräfte nebst -technik schnell ausgewählt werden können. Die derzeitig gewerblich genutzte Rettungstechnik ist in einem Katalog erfasst und bewertet worden. Für den Planer von Einsätzen wurden Organisationsmodelle entwickelt, die für die Unternehmen der Berufsgenossenschaften Metall, Chemie und BAHNEN modifiziert wurden. Aufgrund der derzeitigen Defizite in der Ausbildung entstand ein Ausbildungskonzept, das Bewertungskriterien und Mindestanforderungen definiert. Für die Umsetzung des Ausbildungskonzeptes in brachenspezifische Lernprogramme wurde zusätzlich eine Methodik entwickelt.
Die beteiligten berufsgenossenschaftlichen Institute entwickelten einen Katalog der körperlichen Beanspruchung und psychischen Belastungsfaktoren. Mithilfe dieses Kataloges ist es möglich, die Beanspruchung der Retter einzuschätzen.
In einem nächsten Schritt muss ein Anwenderleitfaden entwickelt werden mit dem Unternehmen die seilunterstützten Tätigkeiten realisieren können.

Stand:

24.03.2010

Projekt

Gefördert durch:
  • Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften (HVBG)
  • Berufsgenossenschaft der chemischen Industrie
  • Berufsgenossenschaft für Transport und Verkehrswirtschaft
  • Vereinigung der Metall-Berufsgenossenschaften
Projektdurchführung:
  • Berufsgenossenschaftliches Institut für Arbeitsschutz - BGIA
  • Berufsgenossenschaftliches Institut Arbeit und Gesundheit - BGAG
  • Technische Universität Chemnitz
  • Arbeitsmedizinischer Dienst, Bau-Berufsgenossenschaft Hannover
Branche(n):

-branchenübergreifend-

Gefährdungsart(en):

Gestaltung von Arbeit und Technik, Mechanische Gefährdungen

Schlagworte:

Prävention, Sicherheitstechnik, Sturz- und Absturzgefährung

Weitere Schlagworte zum Projekt:

Retten/Bergen mittels Seil

Weitere Informationen

Abschlussbericht Teilband 1.1 (PDF, 6,9 MB)

Abschlussbericht Teilband 1.1 Anlagen (PDF, 4,0 MB)

Abschlussbericht Teilband 1.2 (PDF, 2,8 MB)

Abschlussbericht Teilband 1.3 (PDF, 3,0 MB)

Abschlussbericht Band 2 (PDF, 7,2 MB)

Herold, K.: Seilunterstützte Rettungstechnik und -verfahren auf dem Prüfstand. TÜ 5 (2005), S. 47-50

Spanner-Ulmer, B., Herold, K.: Standardisierung von Rettungs- und Bergungsverfahren. Tagungsband "Innovationen für Arbeit und Organisation". 52. Kongress der GfA 2006, S. 193-196

Herold, K.: Entwicklung von standardisierten Prozessbausteinen für seilunterstützte Rettungs- und Bergeprozesse. TU Chemnitz, Wiss. Schriftenreihe des IBF (2007), Heft 58, ISSN 0947-2495