Gesund und sicher an Hochschulen mit dem Bielefelder Verfahren - Belastungen analysieren - Maßnahmen evaluieren - Prävention sichern

Projekt-Nr. FF-FP 0398

Status:

laufend

Zielsetzung:

Übergeordnetes Ziel des Projekts: Hochschulen und Trägern der gesetzlichen Unfallversicherung ein praxistaugliches, validiertes und standardisiertes Verfahren zur Beurteilung der Wirkung von Arbeitsbedingungen auf die (psychische) Gesundheit (Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung) sowie zur Maßnahmenableitung und -umsetzung zur Verfügung zu stellen und auf der Grundlage der in den Hochschulen erhobenen Daten empirische Erkenntnisse zu gesundheitsrelevanten Problemlagen an Hochschulen und zu erfolgreichen Maßnahmen zu ihrer Überwindung zu generieren und zu publizieren.

Einzelne Vorhabensziele:

  • Aufbau einer Hochschuldatenbank: Aufbau einer SPSS-basierten Datenbank mit den in den Hochschulen erhobenen Daten:
    1. Generierung und standardisierte Bereitstellung von Vergleichswerten zusätzlich zu den Befragungsergebnissen (externer Benchmark) und Entwicklung eines Benchmarking-Verfahrens, das teilnehmenden Hochschulen gemeinsam mit den Ergebnissen der Erhebung standardisiert Vergleichswerte zur Verfügung stellt,
    2. Ermittlung der zentralen Belastungen und gesundheitsfördernden Faktoren an Hochschulen anhand der Berechnung und Ermittlung von Zusammenhängen sowie zentraler belastungs- und gesundheitsfördernder Faktoren an Hochschulen,
    3. Überprüfung des Bewertungssystems zur standardisierten Bewertung der Ergebnisse sowie Entwicklung eines empirisch und statistisch fundierten Bewertungssystems zur Ergebnisbewertung und Maßnahmenableitung.
  • Dokumentation, Erprobung und Evaluation geeigneter Maßnahmen und systematische Integration dieser in das Verfahren: Zum Projektabschluss sind im Verfahren Beispiele für erprobte Maßnahmen hinterlegt. Die Maßnahmen liegen zielgruppenspezifisch vor.
  • Vernetzung der Akteure aus den beteiligten Hochschulen zur systematischen Auswertung der praktischen Erfahrungen: Integration der Praxiserfahrungen in das Verfahren
  • Entwicklung, Erprobung und Validierung eines Erhebungsinstrumentes für die Gruppe der Studierenden: Zum Abschluss des geplanten Projekts wird ein bereits erprobtes und validiertes Erhebungsinstrument für die Gruppe der Studierenden vorgelegt, mit Hilfe dessen eine verlässliche Erfassung von Belastungen und Ressourcen von Studierenden durchführbar ist.

Alle beschriebenen Ziele sollen differenziert für die verschiedenen Statusgruppen (Lehrpersonal, wissenschaftliches Personal; Verwaltungspersonal in wiss. Einrichtungen, wie Fakultäten oder Instituten, in zentralen Einrichtungen und in der Technik; ggfs. studentische und/oder wissenschaftliche Hilfskräfte) sowie für Personengruppen mit besonderen Belastungssituationen wie Studierende und Beschäftigte mit Behinderung oder Studierende und Beschäftigte mit Familienaufgaben verfolgt werden.

Aktivitäten/Methoden:

Aufbau einer Hochschuldatenbank:

  • Datenschutzrechtliche Prüfung und Standardisierung, Standardisierte Datenbearbeitung und -auswertung (SPSS-Syntax)
  • Systematische Bedarfserhebungen an Hochschulen, Entwicklung standardisierter Werte-Generierung (SPSS-Syntax).
  • Korrelationsanalysen, lineare und multiple Regressionsanalysen, Strukturgleichungsmodellierung, Mehrebenen-Modelle (mixed models), Interpretation der Ergebnisse und Entwicklung eines Hochschulmodells.
  • Korrelationsanalysen, lineare und multiple Regressionsanalysen, Strukturgleichungsmodellierung, Mehrebenen-Modelle (mixed models), Interpretation der Ergebnisse und Entwicklung eines Hochschulmodells sowie Clusteranalysen.

Dokumentation, Erprobung und Evaluation geeigneter Maßnahmen und systematische Integration dieser in das Verfahren: Datenbankentwicklung, Bereitstellung von Materialien zur Dokumentation und Evaluation (incl. Vorschläge für Evaluationsmethoden wie Workshop-Verfahren mit Gruppen von Beschäftigten, Einzelinterviews etc.), Ableitung von Empfehlungen.

Vernetzung der Akteure aus den beteiligten Hochschulen zur systematischen Auswertung der praktischen Erfahrungen: Netzwerkgründung (Teilnahmebedingungen, Ziele), kollegiale Beratung, moderierte Veranstaltungen (Prozesse, Maßnahmen), Input-Vorträge.

Entwicklung, Erprobung und Validierung eines Erhebungsinstrumentes für die Gruppe der Studierenden: Expertenranking, kognitive Interviews, Pretest, Reliabilitäts- und Validitätsanalyse.

Stand:

03.02.2017

Projekt

Gefördert durch:
  • Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e. V. (DGUV)
Projektdurchführung:
  • Universität Bielefeld
Gefährdungsart(en):

Psychische Fehlbelastungen

Schlagworte:

Prävention, Gefährdungsbeurteilung, Arbeitsschutzorganisation

Weitere Schlagworte zum Projekt:

Gefährdungsbeurteilung, Hochschulen, Bielefelder Fragebogen, Arbeitsschutzmaßnahmen