Prävention der chronisch obstruktiven Atemwegserkrankung (COPD) - berufliche Faktoren mindern

Projekt-Nr. FF-FP 0391

Status:

laufend

Zielsetzung:

Der attributable Anteil der beruflichen Exposition am COPD-Gesamtgeschehen soll abgeschätzt werden. Die Verteilung der Betroffenen nach den unterschiedlichen Branchen und Berufen wird ermittelt. Es werden vergleichende Analysen zwischen den Untergruppen mit spezifischen, relevanten Berufen und verschiedenen Kategorien der beruflichen Exposition gegenüber Gasen, Dämpfen und Stäuben, sowie nach Geschlecht, Rauchern/Nichtrauchern ausgewertet. Vorherige Berufe und Tätigkeiten werden berücksichtigt. Aus den Ergebnissen sollen für die betroffenen Berufsgruppen und unterschiedlichen Expositionen spezifizierte Maßnahmen zur Prävention am Arbeitsplatz abgeleitet werden. Im Fokus sind auch Berufe in der Reinigungsbranche sowie biologische Stäube. Zu viele Beschäftigte wissen nicht genug über die Ätiologie der COPD, doch angesichts des demografischen Wandels und der längeren Lebensarbeitszeit werden mehr Beschäftigte betroffen sein.

Aktivitäten/Methoden:

Teilnehmende Testpersonen (45-75 Jahre) werden in einer Kohortenstudie rekrutiert.
Es werden vergleichende Analysen der im standardisierten Fragebogen (FB) erhobenen Selbstangaben zur beruflichen Exposition zu inhalierten Noxen und der Job-Exposure-Matrix (JEM) erfolgen. Nach Filterfragen erfolgt eine ausführliche Berufsanamnese, diese beginnt mit der ersten Arbeitsstelle nach Abschluss der (Schul-)Ausbildung bis zur aktuellen Berufstätigkeit bzw. bis zur Berentung/Pensionierung. Um diese komplexen Verläufe von Berufstätigkeit und auch Phasen von Erwerbslosigkeit korrekt erheben zu können, werden die Teilnehmenden die Möglichkeit haben, zuhause die Daten einzugeben und ihre entsprechenden schriftlichen Unterlagen (Verträge, Zeugnisse) hinzuziehen. Dabei erfolgt soweit notwendig eine Beratung durch eine Study Nurse.
Mit allen Teilnehmenden wird im Studienzentrum von dafür geschultem Personal eine Bodyplethysmographie zur Diagnose einer COPD durchgeführt und weitere Daten werden in Fragebogen erfasst.

Stand:

30.08.2017

Projekt

Gefördert durch:
  • Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e. V. (DGUV)
Projektdurchführung:
  • Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE)
  • Zentralinstitut für Arbeitsmedizin und Maritime Medizin (ZfAM), Hamburg
Branche(n):

-branchenübergreifend-

Gefährdungsart(en):

Gefahrstoffe

Schlagworte:

Prävention, Atemwegserkrankungen (außer Krebserkrankungen), Exposition

Weitere Schlagworte zum Projekt:

Atemwegserkrankung, COPD, Hamburg City Health Studie