Berufsbedingte Mobilität – Identifizierung und Erprobung von Präventionsansätzen

Projekt-Nr. FF-FP 0360

Status:

laufend

Zielsetzung:

Ziel der vorliegenden Studie ist es, wissenschaftlich fundierte Präventionsmaßnahmen für beruflich bedingte Mobilität empfehlen zu können, die belastungsfähige und erprobte Angebote für diese Zielgruppen zur Erreichung der Vision Zero in der Arbeitswelt sein können. Als Ausgangsbasis für die Auswahl geeigneter Interventionen für den jeweiligen Mobilitätstyp bzw. für die Zielgruppe wird die Bestimmung des jeweiligen Belastungsprofils während der Arbeit und der Fahrtätigkeit benötigt, die auf einer breiten empirischen Basis erfolgen wird. Die Wirksamkeit der Interventionsmaßnahmen wird nach State-of-the-Art und unter Verwendung valider Datenbasis evaluiert. Aus den Untersuchungen sind übertragbare Interventionsansätze (ergänzt um weitere dokumentierte Best-Practice- Beispiele) bei berufsbedingter Mobilität zu erarbeiten, die sowohl der Reduzierung arbeitsbedingter Verkehrsunfälle als auch arbeitsbedingter Gesundheitsgefahren im Zusammenhang mit mobilen Tätigkeiten dienen. Empfehlungen für die Präventionsarbeit der UVT sowie für die Maßnahmenumsetzung werden abgeleitet.

Aktivitäten/Methoden:

Zunächst sollen für ausgewählte Mobilitäts- bzw. Zielgruppen differenzierte Belastungs- und Beanspruchungsprofile ermittelt werden. Dazu erfolgt sowohl eine literatur- und expertenbasierte Aufbereitung des Wissensstandes als auch eine auf einer breiten Datenbasis durchzuführende Online-Befragung (Instrument GUROM). In ausgewählten Unternehmen (Evaluationsstichprobe) werden betriebliche Handlungsbedingungen erhoben und über tätigkeitsbezogene Arbeitssystemanalysen aktuelle Gefährdungen und Belastungen bzw. Beanspruchungen ermittelt. Gleichermaßen wird die Fahrtätigkeit erfasst und durch Beobachtungen und Befragungen sowie physiologische Messungen analysiert. In den ausgewählten Unternehmen werden verhältnis- und verhaltenspräventive Interventionsmaßnahmen durchgeführt. Hierfür ist ein Wartegruppenvergleichsdesign zur Prävention unerwünschter und zur Förderung erwünschter Mobilitätswirkungen vorgesehen. Eine Prozessevaluation sorgt für die Gewinnung übertragbarer Erkenntnisse. Fördernde und hemmende Faktoren werden herausgearbeitet. Anschließende Tests in den Unternehmen ermöglichen einen Vergleich verschiedener Interventionsansätze in vergleichbaren Betrieben bzw. personenspezifisch die Feststellung der Wirksamkeit einzelner Präventionsmaßnahmen im Vorher-Nachher-Vergleich. Im Ergebnis der durchgeführten wissenschaftlich fundierten Untersuchungen erfolgen Ableitungen für die Präventionsarbeit der Unfallversicherungsträger. Eine Best-Practice-Sammlung wird zusammengestellt.

Stand:

02.05.2016

Projekt

Gefördert durch:
  • Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e. V. (DGUV)
Projektdurchführung:
  • Technische Universität Dresden
  • Friedrich-Schiller-Universität Jena
Branche(n):

-branchenübergreifend-

Gefährdungsart(en):

Mehrfachbelastungen

Schlagworte:

Prävention, Arbeitsplatzgestaltung, Verkehrsunfälle

Weitere Schlagworte zum Projekt:

Mobilität, Vision Zero