Entwicklung einer Software zur Bemessung von Aufgabenlasten durch Sekundärtätigkeiten am IT-gestützten Fahrerarbeitsplatz

Autor: Endri Kerluku

Hochschule: Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, Bachelorarbeit 2014

Kurzfassung:Gegenstand dieser Bachelorarbeit war die Entwicklung einer Software zur näherungsweisen Bemessung von Aufgabenlasten durch Sekundärtätigkeiten am durch Informationstechnologie ( IT) gestützten Fahrerarbeitsplatz. Die Messungen wurden auf einem Fahrsimulator vorgenommen, der zur Simulation eines Fahrerarbeitsplatzes diente. Für den Fahrsimulator wurde eine Fahrsimulationssoftware, die das Auslesen von Performancewerten unterstützte, eingesetzt und für eine möglichst realitätsnahe Simulation eine Simulationsfahrstrecke erstellt und diese in Geschwindigkeitszonen eingeteilt.

Die zunächst durchgeführte Anforderungsanalyse zur Realisierung des Simulationsvorgangs lieferte alle für die Arbeit notwendigen Erkenntnisse zur Erreichung der festgelegten Ziele.

Zentrales Anliegen der Arbeit war die Visualisierung des Simulationsvorganges aus der Vogelperspektive, insbesondere die Auswirkung der Sekundäraufgaben auf die Fahrergebnisse der Probanden (Verlassen der Fahrspur sowie Überschreitung der Geschwindigkeit).

Mobile Applikationen (Navigationssystem oder eine simulierte SMS-Nachricht) dienten als Ablenkungsaufgabe.

Um den Simulationsvorgang zu visualisieren, wurde eine Java-Anwendung entwickelt, die die Koordinatenwerte der für dieses Projekt erstellten Fahrstrecke in ein Polygon umwandelt und dieses Polygon in ein zweidimensionales Koordinatensystem zeichnet. Neben den Koordinatenwerten jeder zurückgelegten Strecke wurde auch die Zeit der Ausführung der Ablenkungsaufgaben auf dem mobilen Gerät protokolliert und anschließend von der Java-Anwendung aus dem mobilen Gerät mittels einer USB-Koppelung ausgelesen und visualisiert. Die Performancewerte (Verlassen der Fahrspur und Überschreitung der Geschwindigkeit) wurden zuerst berechnet und mithilfe einer Tabelle visualisiert. Die Werte einer Simulation können gespeichert und wieder eingelesen werden. Zum Vergleich lassen sich zwei Simulationsvorgänge gleichzeitig darstellen. Zur Erstellung von Statistiken über die durchgeführten Tests sind die Werte jedes Vorgangs in einer gesonderten Datei festgehalten. Die mobilen Applikationen weisen die gleiche Aufbaustruktur auf. Der Unterschied liegt in der Implementierung verschiedener graphischer Komponenten für jede simulierte Ablenkungsaufgabe.

Die Anzahl der Ablenkungsaufgaben und das Zeitintervall zwischen diesen können von einem Administrator vor Simulationsbeginn festgelegt werden. Die mobilen Applikationen wurden für die Android-Plattform programmiert.

Ansprechpartner

Dr. rer. nat. Roger Stamm

Fachbereich 1: Informationstechnik, Risikomanagement

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