Arbeitsmedizinische Untersuchung der körperlichen Aktivität und mögliche Präventionsmaßnahmen an Arbeitsplätzen mit Bewegungsmangel

Autorin: Rena Mahlberg

Hochschule: Ruhr-Universität Bochum, Promotionsarbeit, 2011

Kurzfassung: Mit der wachsenden Anzahl von Büroarbeitsplätzen gewinnt Bewegungsmangel als ein Risikofaktor für Muskel-Skelett-Beschwerden an Bedeutung. Ein möglicher Präventionsansatz ist die Bewegungsförderung am Arbeitsplatz. Deren Wirksamkeit wurde mehrfach belegt, jedoch Effekte selten anhand von arbeitsmedizinischen Verlaufsparametern quantifiziert.

Im Rahmen der Dissertation, die von IPA und IFA betreut wurde, wurde ein arbeitsmedizinisches Methodeninventar entwickelt und im Rahmen einer randomisierten kontrollierten Interventionsstudie (n = 25) erprobt. Nach dem positiven Votum der Ethikkommission und schriftlicher Einwilligung der Probanden fand eine 12-wöchige Intervention statt, die aus präventiven Maßnahmen an Büroarbeitsplätzen bestand.

Die im Zuge der Intervention anhand von Fragebögen, Untersuchungen und Messungen ermittelten Daten zeigen, dass die Interventionsmaßnahmen größtenteils zu Veränderungen des Bewegungsverhaltens der Probanden geführt haben. Bei der Eignungsprüfung der Methoden konnten in vielen Bereichen signifikante Gruppenunterschiede nachgewiesen werden.

Aufgrund der signifikanten Ergebnisse kann für einige Methoden die Eignung zur Effekterfassung bestätigt werden. Das Fehlen signifikanter Ergebnisse für die restlichen Methoden kann jedoch nicht als alleiniges Kriterium zur Eignungsbeurteilung herangezogen werden, da dies messmethodenunabhängig durch den Interventionsaufbau verursacht sein könnte. Das nun gezielt gekürzte Methodeninventar erscheint zur Untersuchung zukünftiger Effektivitätsanalysen von Aktivitätsfördermaßnahmen in Studien mit größeren Fallzahlen geeignet.

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