Messung der Hand- und Arm-Vibration durch Smartwatches – Voruntersuchung zur Methodenentwicklung

Autor: Anton Hofmann

Hochschule: Hochschule Koblenz, RheinAhrCampus, Bachelorarbeit 2015

Kurzfassung: Noch heute stellt in der Hand-Arm-Vibrationsmessung die Erfassung der Schwingungseinwirkungsdauer eines gesamten Tages ein Problem dar, da die Zeit der Maschinenbenutzung nicht der Schwingungseinwirkungsdauer entspricht und diese daher oft überschätzt wird. In solchen Fällen können sogenannte Expositionszeitmesser verwendet werden, die - am Handgelenk oder an der verwendeten Maschine angebracht - die Schwingungszeit aufzeichnen. Sie erfordern jedoch von der Bedienperson einen gewissen Aufwand, da die Messsysteme selbständig keine Arbeitsgeräte unterscheiden können; daher müssen die Expositionszeitmesser beim Wechseln der Arbeitsgeräte umgesteckt oder umgeschaltet werden. Die Smartwatches (hochtechnische Uhren), die sich immer mehr auf dem Markt verbreiten, bieten nun für Hand-Arm-Vibrationen eine Möglichkeit der Geräteerkennung.

Die vorgelegte Arbeit ist Teil eines Projektes, das in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung durchgeführt wird. Es werden die Grundlagen für die Geräteerkennung für Smartwatches mithilfe von Mustererkennungsverfahren erarbeitet. Dabei stellte das Fraunhofer-Institut bereits eine auf Android basierende App zur Verfügung, die Vibrationsmessungen mittels Smartwatches ermöglicht.

Ziel der Arbeit und Teil des Gesamtprojektes war es, anhand repräsentativer Arbeitsgeräte, bei denen Hand-Arm-Schwingungen auftreten, Schwingungsmessungen mit einer Smartwatch durchzuführen. Anhand dieser Daten kann das Fraunhofer-Institut eine Geräteerkennung herstellen. Zusätzlich wurden Probleme und Grenzen der Schwingungsmessung via Smartwatch erfasst. Mithilfe eines parallel dazu verwendeten normierten Messsystems wurde auf die Problematik der Ankopplung und die Dämpfung der Hand eingegangen und ein Vergleich zur normierten Messung erstellt.

Ansprechpartner:

Dipl.-Ing. Uwe Kaulbars

Fachbereich 4: Arbeitsgestaltung, Physikalische Einwirkungen

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