ErgoKiTa-Studie: Konzeptionierung einer ergonomischen Handlungshilfe für Erzieherinnen und Erzieher

Autorin: Michaela Eul

Hochschule: Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Bachelorarbeit 2014

Kurzfassung: Die Arbeitsumgebung von Erzieherinnen und Erziehern ist auf die Anthropometrie von Kindern ausgelegt. Infolgedessen ist Kita-Personal aufgrund häufiger Zwangshaltungen hohen Muskel-Skelett-Belastungen ausgesetzt. Die körperliche Belastung hat mit dem Ausbau der Betreuung von unter Dreijährigen seit 2013 noch zugenommen. Allerdings sind Maßnahmen zur Belastungsverringerung noch wenig erforscht.

In diesem Kontext initiierte die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) die Interventionsstudie ErgoKiTa. In dieser Studie wurden anhand objektiver Arbeitsplatzanalysen Belastungsschwerpunkte eruiert und geeignete Interventionsmaßnahmen abgeleitet, die anhand eines Vorher-nachher-Vergleiches evaluiert wurden. Darauf folgte das Projekt MusterKiTa auf Initiative der Unfallkasse Rheinland-Pfalz und des Instituts für Arbeitsschutz der DGUV, in dem die ErgoKiTa-Erkenntnisse in die Praxis umgesetzt werden.

Im Rahmen dieser Arbeit wurden in Feldmessungen objektive Daten zur Belastungssituation des Erziehungspersonals in der Fallstudie MusterKiTa erhoben. Deren Aufbereitung und Auswertung diente als Grundlage für die Entwicklung eines Interventionspakets zur Verringerung der Muskel-Skelett-Belastungen. Die Interventionen umfassen einen verhältnisbezogenen und einen verhaltensbezogenen Workshop. Der Verhältnis-Workshop wurde konzipiert, durchgeführt und evaluiert. Die Ergebnisse der verhältnispräventiven Intervention waren durchweg positiv. Zur Verhaltensprävention wurde ein Workshop-Konzept erarbeitet, dessen Durchführung noch bevorsteht.

Ansprechpartner:

Prof. Dr. rer. nat. Rolf Ellegast

Stv. Institutsdirektor

Tel: 02241 231-2705/2706
Fax: 02241 231-2234