Erarbeitung und Praxiserprobung eines Messverfahrens für Benzol in Arbeitsbereichen

Hochschule: Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, Campus Rheinbach, Bachelorarbeit 2013

Kurzfassung: In der Bekanntmachung zu Gefahrstoffen 910 "Risikowerte und Exposition-Risiko-Beziehungen für Tätigkeiten mit krebserzeugenden Gefahrstoffen" wird für Benzol eine Akzeptanzkonzentration von 0,2 mg/m³ (ab 2014) genannt, die voraussichtlich 2018 weiter auf 0,02 mg/m³ abgesenkt wird. Diese Grenzwerte sind deutlich niedriger als die bisher für Benzol genannten Arbeitsplatzgrenzwerte (BOELV 3,25 mg/m³). Die abgesenkten risikobasierten Luftgrenzwerte können mit dem bis 2013 im Messsystem Gefährdungsermittlung der Unfallversicherungsträger (MGU) eingesetzten Verfahren nicht gemessen werden. Daraufhin musste im IFA ein neues Messverfahren entwickelt werden. Die Methode sollte als Thermodesorptionsverfahren ausgelegt sein. Es wurde geprüft, welche Adsorptionsmaterialien sich eignen. Geeignet ist eine Mischung aus Carbopack B (200 mg) und Carbopack X (270 mg). Die Analyse erfolgt nach der thermischen Desorption gaschromatographisch mit massenspektrometrischer Detektion.

Im Rahmen der Bachelorarbeit wurden an der Prüfgasstrecke Versuche zur Validierung der Methode durchgeführt. Die Methode ist für den angestrebten Messbereich geeignet. Das Verfahren hat einen Arbeitsbereich von 0,002 bis 0,2 mg/m³ und erfüllt in diesem Bereich alle Anforderungen der DIN EN 482 "Exposition am Arbeitsplatz - Allgemeine Anforderungen an die Leistungsfähigkeit von Verfahren zur Messung chemischer Arbeitsstoffe".

Ansprechpartner:

Prof. Dr. rer. nat. Dietmar Breuer

Fachbereich 2: Chemische und biologische Einwirkungen

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