Ringversuch Metalle

Herstellung der Probenträger

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Windkanal und Messkammer im IGF
Bild: IGF Technikum Dortmund.

Bei diesem Ringversuch werden mit Metallpartikeln belegte Filterproben verschickt. Die Beaufschlagung erfolgt mittels eines Gesamtstaubprobenahme(GSP)-Systems auf Cellulosenitrat-Filter (8 µm Porengröße, 37 mm Durchmesser).

Die Herstellung dieser Proben erfolgt im Institut für Gefahrstoff-Forschung der Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (IGF) in Dortmund. Mithilfe eines Flammengenerators werden wässrige Metallsalzlösungen pyrolysiert. Die dadurch entstandenen Metalloxidpartikel werden mit definiertem Luftstrom durch eine 20 m lange und 0,5 m im Durchmesser messende Stahlröhre (Windkanal) geleitet. Diese mündet in eine ca. 20 m³ große Messkammer, in der die Probenahmeeinheiten platziert sind. Im Inneren der Messkammer ist eine homogene Verteilung der Partikel an jeder Stelle gewährleistet [1].

Die Belegungen sollen in einem Konzentrationsbereich vom 0,1- bis 2-fachen der jeweiligen Grenzwerte liegen. Unter Berücksichtigung der analytischen Leistungsfähigkeit der einzusetzenden Analysenmethoden werden voraussichtlich für Kupfer, Kobalt und Nickel abweichende Konzentrationsbereiche gewählt, die rechtzeitig bekannt gegeben werden.

Jeder Teilnehmende erhält einen Probensatz bestehend aus

  • drei beaufschlagten Probenträgern und
  • vier unbeaufschlagten Probenträgern zur Blindwertkorrektur.

Das Bestimmungsverfahren (AAS-Methoden, ICP) ist frei wählbar. Als Aufschlussmethode wird die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft [2] und vom IFA [3] publizierte Methode zum Aufschluss von Metallstäuben empfohlen.

Die Entwicklung eines optionalen Mikrowellendruckaufschluss-Verfahrens steht kurz vor dem Abschluss. Es ist zu erwarten, dass die Methode bis zur Durchführung des Ringversuchs Metalle im Sommer 2018 verabschiedet ist. Voraussichtlich wird sie in der IFA-Arbeitsmappe unter der Kennziffer 6015 im Frühjahr 2018 publiziert. Mit seiner Veröffentlichung kann dieses Verfahren gleichberechtigt eingesetzt werden.

Mit dem Versand der Proben wird Ihnen diese Methodenbeschreibung zur Verfügung gestellt.


Grenzwerte für Metalle in Deutschland

Metall Grenzwert in mg/m3
Zn 0,1 [4]
Cu 0,01 [4]
Pb 0,1 [4]
Ni 0,006 [4]
Co 0,0005 [5]

Literatur

[1] Monsé, C. et al.: Development and Evaluation of a Nanoparticle Generator for Human Inhalation Studies with Airborne Zinc Oxide. Aerosol Sci. Technol. 48 (2014) Nr. 4, S. 418-426

[2] Aufarbeitungsverfahren für Stäube zur Bestimmung des "Gesamtmetallgehaltes". In: DFG, Analytische Methoden zur Prüfung gesundheitsschädlicher Arbeitsstoffe, Luftanalysen. Band 1: Spezielle Vorbemerkungen, Abschnitt 4 "Probenahme und Bestimmung von Aerosolen und deren Inhaltsstoffen". 14. Lfg. Verlag Chemie, Weinheim 2005, S. 31-32

[3] Aufarbeitungsverfahren zur Analytik metallhaltiger Stäube; Methodik zur Bestimmung des "Gesamtmetallgehaltes" (Kennzahl 6015). In: IFA-Arbeitsmappe Messung von Gefahrstoffen. 34. Lfg. IV/2005. Hrsg.: Institut für Arbeitsschutz der DGUV (IFA), Sankt Augustin. Erich Schmidt, Bielefeld 2011 - Losebl.-Ausg.

[4] GESTIS International Limit Values

[5] Technische Regeln für Gefahrstoffe:Tätigkeiten mit krebserzeugenden Metallen und ihren Verbindungen (TRGS 561), Ausg.10/2017. GMBl. (2017) Nr. 43, S. 786-812

Kontakt

Fachbereich 2: Chemische und biologische Einwirkungen

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Krista Gusbeth
Franziska Nürnberger