Zulassung

karzinogen, keimzellmutagen und reproduktionstoxischBesonders besorgniserregende Stoffe bedürfen der Zulassung. Hierzu gehören

  • KMR-Stoffe* der Kategorien 1 und 2
  • persistente, bioakkumulierbare und toxische Soffe (PBT)
  • sehr persistente und sehr bioakkumulierbare Stoffe (vPvB)
  • Stoffe, die nach wissenschaftlichen Erkenntnissen wahrscheinlich schwerwiegende Wirkungen auf die menschliche Gesundheit oder die Umwelt haben, die ebenso besorgniserregend sind wie die der anderen aufgeführten Stoffe (z. B. Stoffe mit endokrinen Wirkungen).

*karzinogen, keimzellmutagen und reproduktionstoxisch
(REACH-Verordnung Artikel 57 und Anhang XIV)

Für diese Stoffe wird eine Liste erstellt (Anhang XIV der REACH-Verordnung), in der die zulassungspflichtigen Stoffe aufgeführt und mit einem Datum versehen werden. Nach Ablauf des dort genannten Datums darf der betreffende Stoff ohne Zulassung weder in Verkehr gebracht noch verwendet werden. Eventuell sind bestimmte Anwendungen eines Stoffes von der Zulassungspflicht ausgenommen. Ein Antrag auf Zulassung sollte spätestens 18 Monate vor Ablauf des Datums in Anhang XIV eingereicht werden.

Wird eine Zulassung erteilt, so bezieht sich diese ausschließlich auf einen oder mehrere Verwendungszwecke. Ein nachgeschalteter Anwender darf nach erteilter Zulassung einen Stoff nur unter den Bedingungen verwenden, für die auch eine Zulassung erteilt wurde. Die nachgeschalteten Anwender teilen ihre Verwendung innerhalb von drei Monaten nach der ersten Lieferung des Stoffes der Agentur mit.

Der erste Schritt zur Aufnahme eines Stoffes in Anhang XIV der REACH-Verordnung  ist die Aufnahme dieses Stoffes in eine sogenannte Kandidatenliste bei der ECHA (European Chemicals Agency) in Helsinki. Eine deutsche Übersetzung der Kandidatenliste finden Sie auf den Seiten des REACH-Helpdesk bei der BAuA. Durch die Aufnahme eines Stoffes in die Kandidatenliste entstehen sofortige Verpflichtungen für die Unternehmen.