Berechnung des Lärmexpositionspegels mit dem IFA-Lärmexpositionsrechner

Screenshot der Software

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Oberfläche der Webanwendung zur Berechnung der Lärmexpositionspegel
Bild: IFA

Webanwendung (für Online-Nutzung)

Excel-Anwendung (XLS, 635 kB) (für Offline-Nutzung)

Die Lärmexposition am Arbeitsplatz setzt sich meist aus verschiedenen Anteilen zusammen, die auf unterschiedliche Tätigkeiten bzw. Einwirkungen zurückzuführen sind. Aus den Lärmbelastungen, die bei den einzelnen Tätigkeiten entstehen, und den entsprechenden Zeitanteilen lässt sich die Gesamtexposition einer Person berechnen.

Die zur Berechnung erforderlichen Arbeitsschritte Delogarithmieren, Summieren und Logarithmieren kann der Lärmexpositionsrechner übernehmen, den das IFA zur Verfügung stellt. Die zur Berechnung des Tages- oder Wochenexpositionspegels nötigen Zeitanteile der einzelnen Tätigkeiten können wahlweise in Minuten oder Stunden sowie relativ in Prozent angegeben werden. Die Daten können zur Dokumentation ausgedruckt werden.

Die weiteren Module sind:

  • Zeitbudget: Wie lange darf ich mich bei vorgegebenem Pegel in einem Bereich aufhalten, bis der Auslösewert überschritten wird?
  • Mitteln und Addieren von Pegeln
  • Berechnung der Lärmexposition aus Einzelereignissen
  • Berechnung der Lärmexposition bei Anwesenheit von luftgeleitetem Ultraschall.

Für die Berechnung der Lärmexposition aus Einzelereignissen (wie beispielsweise Knallereignisse, Hammerschläge o. Ä.) kann wahlweise der Dauerschallpegel LAeq und dessen Einwirkdauer oder der Einzelereignispegel L  angegeben werden.

Ist nur ein Dauerschalldruckpegel zu einem Ereignis bekannt, so kann er mit dem Lärmexpositionsrechner unter Berücksichtigung der Einwirkdauer auch in den Einzelereignispegel umgerechnet werden.

Bei Lärmmessungen im Beisein von luftgeleitetem Ultraschall, die mit handelsüblichen Handschallpegelmessgeräten durchgeführt werden, können unkontrollierbare messtechnische Fehler auftreten. Mit dem Modul "Berechnung der Lärmexposition im Beisein von luftgeleitetem Ultraschall" steht nun ein Werkzeug zur Verfügung, mit dem die Lärmexposition dennoch sicher bestimmt werden kann. Hierzu wird nach Eingabe des gemessenen unbewerteten Terzspektrums der LAeq im Hörfrequenzbereich und über alle Terzen hinweg aus dem Spektrum bestimmt. Zu Informationszwecken wird außerdem der unbewertete Dauerschallpegel LZeq berechnet. Für eine Bewertung der Lärmexposition nach Richtlinie VDI 3766 wird außerdem der AU-bewertete Dauerschallpegel LAUeq ausgegeben und das Terzspektrum graphisch dargestellt.

Der Lärmexpositionsrechner steht sowohl als Excel-Tabellenkalkulation (zum freien Herunterladen als Offline-Version) wie auch als plattformunabhängige Webanwendung zur Verfügung.

Nutzung

Der Lärmexpositionsrechner darf zum Zweck des Arbeitsschutzes genutzt werden. Eine kommerzielle Nutzung ist nicht gestattet.

Bitte beachten Sie: In Excel muss im Menü "Extras/Makro/Sicherheit ..." die Makrofunktion aktiviert sein. Dort sollte "mittel" oder "niedrig" gewählt werden.

Haftung

Der Lärmexpositionsrechner wurde mit größtmöglicher Sorgfalt entwickelt und getestet. Dennoch kann für die Richtigkeit der Ergebnisse, gleich aus welchem Rechtsgrund, keine Haftung übernommen werden.

Herausgeber

Der Lärmexpositionsrechner wird erstellt und gepflegt vom Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA).

Kontakt

Dr. rer. nat. Andrea Wolff

Fachbereich 4: Arbeitsgestaltung, Physikalische Einwirkungen

Tel: 02241 231-2801
Fax: 02241 231-2234