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Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA)
Fachbereich 4

Alte Heerstraße 111
53757 Sankt Augustin
Tel.: 02241 231-2606
Fax: 02241 231-2234

Belastungen und Beschwerden an Bildschirmarbeitsplätzen mit hohem Anteil an EDV gestützter Tätigkeit. Eine Analyse an Arbeitsplätzen der Berufsgenossenschaft Metall Nord Süd.

Autorin: Anja Bruchmann

Hochschule: Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, Bachelorarbeit 2009
Ausgezeichnet mit dem Förderpreis der Gesellschaft der Förderer der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg e.V. 2010

Kurzfassung: Als gesundheitliche Folge der Bildschirmarbeit werden in der wissenschaftlichen Literatur einige Beschwerden wie die Beeinträchtigungen der Augen bzw. des Sehvermögens, Kopfschmerzen und Belastungen des Herz-Kreislauf-Systems, Beschwerden der Psyche und des Muskel-Skelett-Systems genannt. Nach Angaben des damaligen Bundesverbandes der Unfallkassen (heute DGUV) handelt es sich nach dem derzeitigen wissenschaftlichen Kenntnisstand bei den Beschwerden um „reversible Symptome, welche in der Regel keine Dauerschäden nach sich ziehen“. Fest steht jedoch, dass Bildschirmarbeit keineswegs eine belastungsfreie Tätigkeit ist.

Bildschirmarbeitsplätze der Berufsgenossenschaft Metall, an denen die elektronische Aktenverarbeitung eingeführt worden ist, wurden für die vorliegende Arbeit mit unterschiedlichen Instrumenten zur Ermittlung der Beschwerden und Belastungen analysiert. Eine kontinuierliche Erfassung von Körperhaltungen und -bewegungen ermöglichte das Messsystem CUELA (Computer unterstützte Erfassung und Langzeit-Analyse von Belastungen des Muskel-Skelett-Systems). Zur Erfassung der Tasten- und Mausaktivität wurde das Erhebungsinstrument InDeLo verwendet. Des Weiteren stützt sich die Ausarbeitung auf Befragungsergebnisse zu subjektiv empfundenen körperlichen Beschwerden sowie zum Belastungs- und Beanspruchungsempfinden der Befragten.

Die Einführung der elektronischen Akte und der damit verbundenen längeren Arbeit am Bildschirm ist mit Vorteilen, aber auch mit gesundheitlichen Risiken und arbeitsplatzspezifischen Beschwerden verbunden. Die Untersuchung zeigte, dass die Mitarbeiter mit hohem Anteil an EDV-gestützter Tätigkeit länger an den Bildschirm gebunden sind. Dies resultierte in Zwangshaltung, Bewegungsarmut gekoppelt mit falscher Sitzhaltung und zu langem Sitzen. Beschwerden im Rücken-, Nacken- und Schulterbereich und Kopfschmerzen sind typische Symptome, die durch die genannten Belastungsfaktoren zum Ausdruck kommen.

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Auszeichnung

Förderpreis 2010 der Gesellschaft der Förderer der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg