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Bestimmung von Nikotin und Acrylnitril in der Luft in Arbeitsbereichen - Erarbeitung der Messverfahren

Autor: Hans Henning Friedrich

Hochschule: Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg, Fachbereich angewandte Naturwissenschaften, Bachelorarbeit, 2008

Kurzfassung: Beim Rauchen von Tabakwaren wird eine Reihe von Schadstoffen freigesetzt, die die Gesundheit beeinträchtigen können. Dies gilt nicht nur für den Raucher selbst, sondern auch für den Passivraucher. Um die Gehalte zweier dieser freigesetzten Schadstoffe, Nikotin und Acrylnitril, in der Luft bestimmen zu können, wurden zwei gaschromatografische Verfahren entwickelt und validiert. Diese erlauben die Bestimmung der Stoffe in sehr niedrigen Konzentrationen.

Als Sammelphase für die Bestimmung von Nikotin dienen XAD-4-Röhrchen, die Probenahmezeit beträgt 240 min bei einem Volumenstrom von 1 l/min. Die Proben werden mit 1 ml Ethylacetat/Methanol (Mischungsverhältnis 9:1) eine halbe Stunde im Ultraschallbad extrahiert; als interner Standard wir Chinolin zugesetzt. Die Analyse wird mittels Gaschromatografie und stickstoffselektivem Detektor (GC/NSD) unter Verwendung einer speziellen Trennsäule für Amine durchgeführt. Die Bestimmungsgrenze des Verfahrens beträgt 0,1 µg/m³, der Verfahrensvariationskoeffizient 2,7 %.

Die Probenahme von Acrylnitril erfolgt bei einem Volumenstrom von 0,66 l/min und einer Probenahmezeit von 300 min auf Aktivkohleröhrchen-Typ B. Die Probenextraktion erfolgt mit 1 ml Ethylacetat/Methanol (Mischungsverhältnis 9:1) während einer halben Stunde im Ultraschallbad; als interner Standard wird Propionitril zugesetzt. Die Analyse wird mittels GC/NSD unter Verwendung einer polaren WAX-Säule durchgeführt. Die Bestimmungsgrenze des Verfahrens beträgt 0,1 µg/m³, der Verfahrensvariationskoeffizient 2,1 %.

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